Logo amazon Watchblog
Blogmenü

NEWSLETTER ABONNIEREN x maximize

NEWSLETTER ABONNIEREN x

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Amazon-Newsletter.
Zusätzlich können Sie sich auch für die Newsletter der OnlinehändlerNews anmelden.

Direkt zur kostenlosen Newsletter-Anmeldung ->

Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich in einem Interview über die fehlende Bereitschaft Amazons zur Gründung von Gewerkschaften geäußert. Besonders Amazon-Gründer und -Chef Jeff Bezos sieht er in der Verantwortung, die aktuelle Lage zu ändern.

Fäuste in die Höhe geballt
© oatawa / shutterstock.com

Seit Jahren schon legen Amazon-Angestellte in ganz Deutschland für bessere Bedingungen beim Online-Riesen regelmäßig ihre Arbeit nieder. Dabei setzt sich vor allem die Gewerkschaft Verdi an vorderster Front unter anderem für eine höhere Bezahlung ein, welche durch einem Tarifvertrag geregelt werden soll. Bisher gab es vom US-Konzern dazu oft nicht mehr als Floskeln und die Beteuerung, dass die hiesigen Angestellten Gehälter verdienen, die „am oberen Ende der Gehaltsspanne sind“, so Jeff Bezos bei der Verleihung des Axel-Springer-Awards im April dieses Jahren. Doch nun meldet sich auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zu Wort und plädiert an „Gewerkschaftsgegner“ Jeff Bezos, seine Ansichten zu ändern.

Heil sieht System als „unverhandelbar“

„Unser Sozialstaat, unsere Sozialpartnerschaft sind absolut zukunftstauglich. Und unverhandelbar. Das muss – und wird – etwa auch Amazon-Chef Jeff Bezos noch verstehen, der glaubt, dass es keine Gewerkschaften mehr geben müsse“, wird der Bundesarbeitsminister bei Golem mit Verweis auf ein Interview mit der WirtschaftsWoche zitiert. Eine Einigung mit Verdi konnte in den letzten Jahren noch nicht erreicht werden und wird wohl auch in Zukunft zu Streiks beim Online-Händler führen.

Auch Lieferdienste in der Kritik

Neben Amazon hat Hubertus Heil auch an den Essenslieferdiensten kaum ein gutes Haar gelassen. „Die tun cool, behandeln ihre Mitarbeiter aber schlecht. Sozialpolitischer Wilder Westen“, so Heil weiter. Auch bei den bekannten Lieferdiensten wie Deliveroo und Foodora legen die Fahrer immer wieder die Arbeit nieder, um für unbefristete Verträge und bessere Bedingungen zu kämpfen. „Die Arbeitsbedingungen in der Branche sind höchst problematisch. Fast alle Fahrer sind sachgrundlos befristet“, betont der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Guido Zeitler. „Mit Hilfe der Befristung wird auch die Existenz von Betriebsräten verhindert.“ Die Unternehmen selber sehen die Kritik als grundlos an und betonen stets, Betriebsräte nicht aktiv verhindern zu wollen.

 

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Ex_amazonier 2018-07-02 16:31
Da wird Jeff aber richtig Angst bekommen bei dem guten Hubertus... als wenn sich Amazon nicht längst auf die Streiks eingestellt hätte.. Was kratzt es eine einen Jeff. Wenn in DE ein paar hundert streiken. Da sind andere Sachen wichtiger die Amazon erwischen könnte



Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren