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Als Großkonzern und Logistiktreiber gilt Amazon vielen als Umweltsünder. Doch Jeff Bezos will für seinen Konzern in die Bresche springen.

Brennende Erde
OSORIOartist / Shutterstock.com

Amazon ist in vielen Bereichen aktiv, die als umweltbelastend gelten: Der Konzern bietet Cloud- und Streaming-Dienste, die massive Mengen Strom fressen. Darüber hinaus verschickt das Unternehmen als Händler jährlich Milliarden Pakete und verursacht dadurch sowohl Müll als auch CO2-Ausstoß. – Kein Wunder also, dass viele Menschen Vorbehalte äußern.

Allerdings scheint sich Amazon-Gründer Jeff Bezos seiner Verantwortung durchaus bewusst zu sein. Wie die FAZ berichtet, hat der Unternehmer „seine bislang mit Abstand größte wohltätige Initiative angekündigt“. In diesem Rahmen soll ein Fonds mit dem Namen „Bezos Earth Fund“ aufgelegt werden, der zum Ziel hat, den Klimawandel zu bekämpfen. Insgesamt will Bezos satte zehn Milliarden Dollar in dieses Projekt pumpen.

„Die Erde ist das Einzige, was wir alle gemeinsam haben“

In einem recht emotionalen Beitrag beim Fotodienst Instagram erklärt Bezos das Vorhaben und verweist dabei auch auf die Einzigartigkeit der Erde: „Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für unseren Planeten. Ich möchte mit anderen zusammenarbeiten, um sowohl bekannte Wege zu erweitern als auch neue Wege zu erkunden, um die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf diesen Planeten, den wir alle teilen, zu bekämpfen“, schreibt Bezos.

Mit den zehn Milliarden Dollar will der Amazon-Gründer verschiedene Partner – wie Wissenschaftler, Aktivisten und gemeinnützige Organisationen – unterstützen, um „zur Erhaltung und zum Schutz der natürlichen Welt beizutragen“. Bereits im Sommer soll mit der Ausschüttung des Geldes begonnen werden.

Jeff Bezos kämpft mit Kritik – auch aus den eigenen Reihen

Jeff Bezos gilt (je nach Ranking) als reichster Mensch der Welt. Dies ist auch der Grund, warum Kritiker immer wieder monieren, dass sich der Unternehmer im Vergleich mit anderen Branchengrößen wie etwa Facebook-Gründer Mark Zuckerberg oder Microsoft-Gründer Bill Gates nicht engagiert genug im karitativen Bereich zeigt.

Zwar hatte Bezos vor einiger Zeit (damals noch mit seiner Ex-Frau MacKenzie Bezos) den sogenannten „Day One Fund“ im Kampf gegen Obdachlosigkeit gegründet, doch gerade im Bereich Umweltschutz steht Amazon immer wieder am Pranger, auch unter den eigenen Mitarbeitern regten sich Proteste: Glaubt man den Vorwürfen, so habe Amazon Mitarbeitern mit Kündigung gedroht, die sich öffentlich und kritisch über die Klimaschutz-Maßnahmen des Konzerns geäußert hatten.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


Kommentare

#1 Peter Maus 2020-02-19 11:52
Dicker Daumen nach oben!
Anstatt Klimaschutz sollte er das Geld besser In den Umweltschutz stecken damit es nicht verpufft wie unsere Steuergelder. Es sollte sich doch herumgesprochen haben, dass kein Geld der Welt das Klima verändern und schon gar nicht „retten“ kann. Das Klima wird sich immer ändern so wie es seit Milliarden von Jahren geschieht.



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