Geht es nach Jeff Bezos, sollen Weltraum-Trips der nächste große Schrei werden und richtig Geld einbringen.

Rakete im Weltall
Agor2012 / Shuterstock.com

Wenige Tage ist es erst her, dass Jeff Bezos ins All geflogen ist. Doch von Ausruhen und gemütlichem Rumgammeln ist der Fast-Rentner weit entfernt – ganz im Gegenteil, denn die nächsten großen Pläne stehen bereits an: Es gäbe viele Menschen, die es Bezos gleichtun und sich ebenfalls den Traum einer Weltraumreise erfüllen wollen. „Die Nachfrage ist sehr hoch“, wird der Amazon-Gründer von Spiegel Online zitiert.

Jeff Bezos würde wieder ins Weltall fliegen

Wie hoch genau, zeigen auch konkrete Zahlen: Demnach gehe Blue Origin, die Raumfahrtfirma von Bezos, nach eigenen Aussagen „auf 100 Millionen Dollar aus Ticketverkäufen zu“. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen noch mindestens zwei weitere Flüge ins Weltall starten. Danach müsse geschaut werden, wie sich die Lage im kommenden Jahr entwickelt.

Auch Bezos selbst zeigt sich von dem Flug mehr als begeistert und brachte zum Ausdruck, dass er jederzeit wieder einen Weltraum-Trip unternehmen würde. „Wie schnell können wir das Ding wieder betanken?“, witzelte er.

Kritik an Bezos’ Weltraumabenteuern 

Obwohl Jeff Bezos immer wieder betont, viel Geld für wohltätige Zwecke zu spenden und auch Amazon auf umweltbewusste Strategien verweist, gibt es an Bezos’ Weltraum-Euphorie auch Kritik. Gerade in Zeiten, in denen die Folgen der Klimakrise und massiven Umweltverschmutzung immer deutlicher zutage treten, rücken private Weltraummissionen ohne wissenschaftlichen Hintergrund und nur zum persönlichen Spaß ins Kreuzfeuer.

Darüber hinaus wird auch die finanzielle Seite angesprochen: Mit dem Geld, das Bezos in privates Raumfahrtvergnügen steckt, könne viel Leben gerettet werden, so die Kritik. Als Beispiel wird etwa auch David Beasley, Chef des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, herangezogen. Dieser gratulierte Bezos nach seinem erfolgreichen Abenteuer, verwies jedoch zugleich auf 41 Millionen Menschen, die „an der Schwelle zur Hungersnot“ stehen. „Ich brauche deine Hilfe. Wir brauchen deine Hilfe“, schrieb er als direkten Appell via Twitter.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski




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