Eine Rakete für alle: Jeff Bezos bringt seine Rakete als Modell in den Handel. 

Modell der Rakete von Jeff Bezos
Estes Rockets, Screenshot YouTube-Video

Es war ein Riesenspektakel, als sich Amazon-Gründer Jeff Bezos vor einigen Wochen ins Weltall schießen ließ. Die Rakete namens „New Shepard“, welche die Grundlage dieses Meilensteins war, soll sich nun auch jeder Verbraucher nach Hause bestellen können – zumindest als kleines Modell im Maßstab 1:66.

Großer Andrang auf Rakete wird erwartet

Möglich macht dies eine Kooperation zwischen der Stiftung „Club for the Future“ von Jeff Bezos mit dem US-amerikanischen Unternehmen Estes Industries, das sich auf die Herstellung von Modellraketen, Modellraketenbausätze sowie entsprechendes Zubehör spezialisiert hat. Laut t3n kann das Raketenmodell bereits vorbestellt werden, wobei offenbar ein großer Andrang erwartet wird, denn pro Bestellung dürfen Kunden fünf Raketen kaufen. Ausgeliefert werden sollen diese dann ab dem späten Herbst, genauer gesagt ab November 2021, sodass man offensichtlich vom Weihnachtsgeschäft profitieren wolle.

Für Fans, die sich spannende Erweiterungen wünschen, werden zudem eine Startrampe sowie passende Motoren bereitgestellt. Mithilfe dieses Zubehörs soll das Raketenmodell tatsächlich gezündet und mehr als 100 Meter in die Höhe geschossen werden können. Eine Postkarte der „Club for the Future“-Organisation soll jede Bestellung abrunden.

Einblicke in das Raketenmodell gibt ein neues YouTube-Video, das Estes Rockets über seinen Kanal zur Verfügung stellt:

 

Hohn und Spott für „Schwanz-Rakete“

Die Reaktionen aus den sozialen Medien dürften sich die Macher hinter dem Modellbau-Unternehmen Estes Rockets allerdings etwas anders vorgestellt haben, denn dort trifft man derzeit vor allem auf beißenden Spott, weil die Rakete durch ihre Form deutlich an männliche Genitalien erinnert – was gerade durch den verkleinerten Maßstab offensichtlich werde.

„Das Social-Media-Management von Estes Rockets kommt mit dem Löschen nicht mehr nach“, heißt es bei t3n weiter. Die Kommentarspalte werde mit anzüglichen Kommentaren über die „Dick-Rocket“ (zu Deutsch: „Schwanz-Rakete“) überschwemmt, wobei die Kommentare von den Verantwortlichen immer wieder gelöscht werden müssten. In den entsprechenden Beiträgen wird die Rakete mit Sextoys verglichen, gefragt, ob sie auch vibrieren kann, oder behauptet, dass sie eine Replik von Jeff Bezos’ eigenen Genitalien sei.

/ Geschrieben von Tina Plewinski