Das Weiße Haus und Amazon-Gründer Bezos werfen sich gegenseitig einen Mangel an marktwirtschaftlichen Kenntnissen bzw. Moral vor. 

Joe Biden
Matt Smith Photographer / Shutterstock.com

Auch die USA haben mit den Folgen des Ukraine-Krieges zu kämpfen, der Spritpreis lag dort zwischenzeitlich auf einem Höchstwert von fünf Dollar pro Gallone – vor dem russischen Angriff waren es noch rund drei Dollar.

Über die wirtschaftliche Lage und die Ursachen haben sich auf Twitter auch US-Präsident Joe Biden und Amazon-Gründer Jeff Bezos einen kleinen Schlagabtausch geliefert, wie futurezone.at berichtet.

Biden hatte zuvor die Mineralölkonzerne dazu aufgerufen, wegen der Krise die Benzinpreise zu senken: „Wir befinden uns in einer Zeit des Krieges und der globalen Gefahr. Senken Sie den Preis an der Zapfsäule, um die Kosten für das Produkt widerzuspiegeln, das Sie bezahlen. Und tun Sie es jetzt“, heißt es in seinem Tweet.

Bezos wirft Biden Irreführung vor

Jeff Bezos schätzt das aktuelle wirtschaftliche Geschehen grundlegend anders ein, wie es aussieht – und wirft dem Präsidenten mangelndes Wissen oder gar Täuschung der US-Bürger vor. „Autsch. Die Inflation ist ein viel zu wichtiges Problem, als dass das Weiße Haus weiterhin solche Aussagen machen könnte. Das ist entweder eine reine Irreführung oder ein tiefes Missverständnis der grundlegenden Marktdynamik“, twittert er zurück. Und Bezos findet damit zumindest bei den Twitter-Nutzern Anklang: Sein Tweet gefällt rund 195.000 Accounts, der des Präsidenten nur rund 170.000 – dabei hat Biden mit 23,6 Millionen Followern fast fünf mal so viele wie Bezos. 

Doch der Kampf um die Vorherrschaft im Wirtschaftswissen war damit noch nicht vorbei. Nach Bezos’ Tweet schaltete sich auch Karine Jean-Pierre, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, ein. „Die Ölpreise sind im letzten Monat um etwa 15 Dollar gesunken, aber die Preise an der Zapfsäule sind kaum gesunken. Das ist keine ‚grundlegende Marktdynamik‘. Es ist ein Markt, der den amerikanischen Verbraucher im Stich lässt“, antwortet sie Bezos.

Subtile Kritik an Amazons Marktmacht

Und sie teilt gleich noch mal aus gegen den Amazon-Gründer: „Aber ich schätze, es ist nicht überraschend, dass Sie glauben, dass Öl- und Gasunternehmen, die ihre Marktmacht ausnutzen, um auf Kosten des amerikanischen Volkes Rekordgewinne einzufahren, die Art und Weise sind, wie unsere Wirtschaft funktionieren sollte.“ 

 

Sie wollen immer über die neuesten Entwicklungen bei Amazon informiert sein? Mit unseren Newslettern erhalten Sie die wichtigsten Top-News und spannende Hintergründe direkt in Ihr E-Mail-Postfach – Jetzt abonnieren!
/ Geschrieben von Markus Gärtner




Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren