Während das Grönlandeis schmilzt, unterstützen die Superreichen die Suche nach Mineralien – für den Antrieb von E-Fahrzeugen. 

Nuussuaq-Halbinsel Grönland mit Eisbergen im Wasser
Danita Delimont / Shutterstock.com

Die Eismassen in Grönland schmelzen, was als Folge des Klimawandels gewertet wird. Doch durch die schwindenden Gletscher ergeben sich wohl Möglichkeiten für Bergbauunternehmen, die Metalle und Mineralien unterm Eis fördern. Diese Firmen erhalten nun Unterstützung von einer Milliardärsgruppe, der auch Amazon-Gründer Jeff Bezos angehört. Ebenso sollen Michael Bloomberg und Bill Gates unter den Investoren sein, meldet t3n mit Verweis auf einen CNN-Bericht

Mineralien für E-Autos – gegen die Klimakrise

Bezos und Co. setzen darauf, dass sich unter der Oberfläche auf der grönländischen Insel Disko und der Nuussuaq-Halbinsel genügend Mineralien befinden, um Hunderte von Millionen von Elektrofahrzeugen anzutreiben. Sie lassen daher dem kalifornischen Mineralien-Explorationsunternehmen Kobold Metals finanzielle Mittel zukommen, das die wertvollen und seltenen Materialien hebt. „Wir sind auf der Suche nach einer Lagerstätte, die die erste oder zweitgrößte Nickel- und Kobaltlagerstätte der Welt sein wird“, sagte Kurt House, CEO von Kobold Metals, dem US-Nachrichtensender CNN, zu den Plänen des Unternehmens.

Dem Geologischen Dienst von Dänemark und Grönland zufolge könnte das Land auch Kohle, Kupfer, Gold, seltene Erden und Zink beherbergen, es seien seitens der Regierung schon „Ressourcenbewertungen im gesamten eisfreien Land“ durchgeführt worden, es gebe Potenzial, um „die nationale Wirtschaft durch den Abbau von Mineralien zu diversifizieren“. 

Grönlandeis schmilzt in hohem Tempo

Der Bergbau solle aber nicht ohne Rücksicht auf die Umwelt erfolgen, hieß es weiter seitens der Regierungsbehörden. Gleichsam sei die Förderung der Mineralien auch ein Teil der Lösung, um die Herausforderungen der Klimakrise anzugehen, wird argumentiert. Ob dies funktioniert, muss sich aber noch zeigen: Forschenden zufolge schmilzt der Eisschild schneller als erwartet, wie etwa das ZDF im März berichtete. Er verliert pro Jahr 277 Gigatonnen an Masse – eine Gigatonne ist soviel, wie ein Würfel mit einer Kantenlänge von einem Kilometer. Durch die Eisschmelze steigt der Meeresspiegel weiter an – mit massiven Folgen für unsere Lebensräume.

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/ Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#1 gunnar 2022-08-19 08:42
tja, bei den alten ... spielt die natur und die umwelt keine rolle mehr.
siehe auch die privaten flüge in all.
ein einfacher satz sagt doch immerwieder alles.

,, nach mir die sintflut ,,

beim naturschutz usw sollten jugendliche mit in die entscheidungsgremien.!
die müssen die fehler erleiden, die solche leute mit viel spaß hinterlassen.



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