Amazon-Gründer Jeff Bezos kommt auch weiterhin wohltätigen Geschäften nach. 

Amazon-Gründer Jeff Bezos
Tinseltown / Shutterstock.com

Jeff Bezos hat mit Amazon ein Milliarden-Imperium aufgebaut und sich damit den Status eines der reichsten Menschen der Welt erarbeitet. Aus dieser Position heraus wählt Bezos immer wieder auch Wege, sich gemeinnützig zu zeigen und Organisationen zu unterstützen, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. 

Seine jüngste Spende von Anfang November umfasste insgesamt 1,9 Millionen Amazon-Aktien, die in Summe einen Wert von rund 174 Millionen Dollar hatten – in diesem Jahr war es seine bisher größte Spende von Amazon-Aktien. 

600 Millionen Dollar an Spenden in diesem Jahr

Welche Institution sich genau über diesen finanziellen Schub freuen durfte, ist laut Forbes nicht bekannt. Zwar geben die Informationen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) Einblicke in die Höhe, doch die Empfänger müssten dabei nicht offengelegt werden.

Auch über die Höhe der in diesem Jahr gespendeten Amazon-Aktien gibt es Aussagen auf Basis der SEC-Informationen: Allein in diesem Jahr hat Bezos demnach Aktien seines Konzerns in einem Wert von fast 600 Millionen Dollar gespendet. Aktuell soll der Gründer noch immer rund 10 Prozent der Konzernaktien mit einem Gesamtwert von rund 90 Milliarden Dollar innehaben. 

Das größte philanthropische Projekt, dem sich Bezos verschrieben hat, sei der sogenannte „Bezos Earth Fund“, ein 10-Milliarden-Dollar-Projekt, das zum Ziel hat, den Klimawandel zu bekämpfen. 

An Wohltätigkeit seiner Exfrau kommt Jeff Bezos nicht heran

Trotz entsprechender Bemühungen und Spenden der Vergangenheit wird das Engagement des Milliardärs von Forbes offenbar als zumindest steigerungsfähig eingeschätzt. Jeff Bezos sei „kein besonders bemerkenswerter Philanthrop, was die Zahlen angeht“, schreibt das Portal weiter. 

Den hauseigenen Schätzungen zufolge habe der Unternehmer in seiner Lebenszeit bisher geschätzte 2,4 Milliarden Dollar an Spenden aufgebracht, „was, wie bei der großen Mehrheit der 400 reichsten Menschen in Amerika, weniger als 5 % seines Vermögens ausmacht“, heißt es weiter. Künftige, versprochene Spenden sowie Aktiengeschenke ohne bekannten Empfänger würden in diese Berechnung allerdings nicht mit einfließen.

In besonderem Maße werde hingegen die Spendentätigkeit seiner Exfrau MacKenzie Scott hervorgehoben. Sie hatte versprochen, ihr Vermögen wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen und zu spenden, „bis der Safe leer ist“. In den vergangenen Jahre hat sie im Rahmen zahlreicher Spenden belegt, dass es ihr mit dem Vorhaben ernst ist. In reichlich zwei Jahren habe sie geschätzte 12,8 Milliarden Dollar an mehr als 1.200 gemeinnützige Institutionen gegeben – deutlich mehr also als die 2,4 Milliarden ihres Exmannes.

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/ Geschrieben von Tina Plewinski




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