Amazon-Gründer Jeff Bezos stößt weiterhin munter Aktien ab.

 

Amazon-Gründer Jeff Bezos und Partnerin Lauren Sánchez
imagepressagency / Depositphotos.com

Jeff Bezos hat aufregende Tage hinter sich: Im Rahmen zweier Verkaufsrunden trennte sich der Gründer des Online-Konzerns Amazon jüngst bereits von zwei riesigen Aktienpaketen in Höhe von jeweils zwölf Millionen Anteilsscheinen. Zusammen summierten sich die Papiere auf einen Wert von vier Milliarden US-Dollar.

Für den Unternehmer war das allerdings noch nicht genug: Denn erneut hat er sich von Aktien seines Unternehmens getrennt – und erneut liegt der Wert der Verkäufe bei etwa zwei Milliarden Dollar. Somit hat Bezos allein in diesem Monat insgesamt sechs Milliarden Dollar über die Aktienverkäufe umgesetzt, berichtet CNBC.

Pläne sehen Verkäufe von knapp neun Milliarden Dollar vor

Für einige Brancheninsider dürfte die Verkaufstour des Multimilliardärs nicht überraschend kommen. Aus einem aktuellen Unternehmensbericht ließ sich entnehmen, dass Jeff Bezos im Zeitraum bis Ende Januar 2025 bis zu 50 Millionen Amazon-Aktien abstoßen wolle, die in Summe einen Wert von rund 8,6 Milliarden Dollar haben. 

Mit den drei kürzlich veranstalteten Verkaufsrunden ist Bezos also auf dem besten Weg, die Pläne umzusetzen: Zur Finalisierung fehlen dementsprechend nur noch 14 Millionen Aktien, die abgestoßen werden wollen.

 

Umzug bringt Steuerersparnis

Es ist übrigens das erste Mal seit dem Frühjahr 2021, dass sich Bezos von Wertpapieren seines Konzernkosmos trennt. Gemunkelt wird, dass dies nicht zufällig passiert sei, sondern er mit den aktuellen Verkäufen so lange gewartet habe, bis sein Umzug nach Miami abgeschlossen war. Bereits im vergangenen November hatte er angekündigt, den Bundesstaat Washington zu verlassen und mit seiner Partnerin Lauren Sánchez nach Miami im US-Bundesstaat Florida zu ziehen.

Begründet hatte er den Schritt mit dem Umstand, dann näher bei seinen Eltern sowie seiner Raumfahrtfirma Blue Origin zu sein. Allerdings profitiert er in seiner neuen Wohnregion auch von günstigen steuerrechtlichen Vorgaben, da dort keine Kapitalertragsteuer erhoben wird. Für die getätigten und geplanten Aktienverkäufe hätte er in Washington im gesamten Jahr rund 610 Millionen Dollar an Steuern zahlen müssen, in Florida entfällt diese Steuerabgabe.

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Artikelbild: http://www.depositphotos.com

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Geschrieben von Tina Plewinski




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