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In der Vergangenheit wurden immer mal wieder Meldungen laut, nach denen die Prozesse auf der Self-Publishing-Plattform von Amazon manchmal nicht ganz sauber ablaufen. Das will Amazon nicht länger hinnehmen und nun juristisch gegen einige Autoren und andere Parteien vorgehen.

Kindle E-Book-Reader von Amazon
© DaLiu – shutterstock.com

Einige Nutzer der Amazon Self-Publishing-Plattform „Kindle Direct Publishing“ stehen im Verdacht, gegen die Regeln von Amazon verstoßen zu haben, um Vorteile für sich und andere herauszuschlagen. Nach Angaben von TechCrunch sollen sie das System manipuliert haben, „um ihre Verkaufszahlen künstlich aufzublasen“.

Im Einzelnen werden die Nutzer beschuldigt, Dienste angeboten bzw. genutzt zu haben, die die Zahl der gelesenen Kindle-Buchseiten erhöhen. Daneben geht es um die Erstellung gefälschter Kundenrezensionen und um die Erstellung von Fake-Accounts, mit deren Hilfe E-Books heruntergeladen wurden, um die Bilanzen der Bücher positiv zu manipulieren und die Lizenzgebühren zu pushen.

Schiedsgericht soll Fall um Kindle-Manipulationen prüfen

Um dauerhaft gegen solche Manipulationen und Betrüger vorzugehen, scheint Amazon ein Zeichen setzen zu wollen: Das Unternehmen hat Klage gegen entsprechende Nutzer bei einem Schiedsgericht eingereicht. Bei den Beklagten handelt es sich um mehrere Buchverleger, Vermarkter sowie Autoren, die das Kindle Direct Publishing-System entsprechend ausgenutzt haben sollen.

So wird in einer der fünf Anklagen auf einen Fall verwiesen, bei dem ein Verleger potenziellen Autoren versprach, einem Buch den begehrten Amazon Best Seller-Status zu verschaffen – und zwar mithilfe 10.000 automatischer Downloads des E-Books. Möglich sei dieses Angebot über ein Netzwerk zahlreicher Leser, die die Zahlen in sofern pushen könnten, dass der Status bereits „am nächsten Tag“ verfügbar sei.

Amazon will Betrüger mit einstweiligen Verfügungen stoppen

„Während die überwiegende Mehrheit der Autoren und Verleger Kindle Direct Publishing in gutem Glauben nutzt, um ihre Bücher zu veröffentlichen und zu promoten, setzt eine kleine Minderheit auf Betrug, um einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu erlangen“, kommentierte ein Amazon-Sprecher gegenüber TechCrunch. Amazon treibe seine Bemühungen weiter voran, „Leser und Autoren vor Personen zu schützen, die unsere Nutzungsbedingungen verletzen und Programme manipulieren, auf die andere Leser und Autoren vertrauen.“

Die betrügerischen Machenschaften sollen mit einstweiligen Verfügungen gegen die Angeklagten gestoppt werden. Außerdem scheint es Amazon auch um Schadensersatzzahlungen zu gehen. Bei dem Schiedsgericht selbst, an dem insgesamt fünf Beschwerden von Amazon eingereicht wurden, handelt es sich um die American Arbitration Association, eine nicht-kommerzielle Schiedsinstitution mit Sitz in New York, die Parteien bei Schiedsverfahren unterstützen möchte.

Amazons Self-Publishing-Dienst – ein Schlag gegen die Buchbranche?

Mit seinem Self-Publishing-Dienst hat Amazon der Buchbranche einen schweren Schlag versetzt. Der Service ermöglicht es professionellen Autoren, aber auch unerfahrenen Schreiberlingen, ihre Werke zu veröffentlichen und somit einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen.

Mit den Augen der Autoren klingt diese Offerte mehr als einladend. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass es bereits einige Self-Publishing-Autoren bei Amazon gibt, die mittlerweile riesige Fangemeinschaften und enorme Buchverkäufe vorweisen können. Dennoch zeigt die Praxis auch, dass es eine große Schwemme von Büchern gibt, die erzählerisch, technisch und handwerklich große Mängel aufweisen und qualitativ eben nicht mit den Werken gelernter Autoren mithalten können.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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