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Amazon zeigt mal wieder, dass es rechtliche Risiken nicht fürchtet: Ein neues Design der Kindle E-Book-Detailseiten wirbt zum Beispiel äußerst forsch für hauseigene Services des Unternehmens. Dabei ist aus rechtlicher Sicht einiges eher kritisch zu bewerten.

Screenshot Amazon Unlimited
Screenshot Amazon Unlimited © Amazon

Amazon hat sich ein neues Design gegönnt. Nicht umfassend und vollständig, aber zumindest für die Detailseiten seiner Kindle E-Books. Wie lesen.net vermerkt, hat das Unternehmen für die Neuerungen nicht die Werbemaschinerie angeworfen und das Redesign an die große Glocke gehängt. Ganz im Gegenteil: Die Umstellung kam heimlich, still und leise und hat jedoch einige fragwürdige Aspekte im Gepäck.

Amazon wirbt mit irreführenden Unlimited-Preisen

Um die Änderungen deutlich zu machen, haben wir hier zwei Screenshots der gleichen Buch-Detailseite vor und nach der Änderung zum Vergleich. Zuerst die alte Version:

 

Screenshot Amazon Kindle E-Book Detailseite alt
Screenshot Amazon Kindle E-Book Detailseite alt © Amazon

 

 Und hier das neue Design, das schon auf den ersten Blick zahlreiche Änderungen verzeichnet:

 

Screenshot Amazon Kindle E-Book Detailseite neu
Screenshot Amazon Kindle E-Book Detailseite neu © Amazon

 

Für gewöhnlich liegt das Hauptaugenmerk der Kunden zuerst auf dem Cover sowie auf den Informationen neben dem Cover – also unter anderem auf dem Preis. Früher wurde der Kindle-Preis in großen roten und auffälligen Zahlen neben dem Cover eindeutig in den Blick gerückt. Unterstrichen wurde er zusätzlich durch das blau-gelbe Prime-Zeichen. Nach der Design-Änderung ist der Preis viel weniger deutlich: Die Preise der verschiedenen Formate stehen in benachbarten Kästen, während der Fokus auf dem rot umrandeten „0,00 Euro Kindle Unlimited“-Preis liegt.

Auf den ersten Blick könnten Kunden also davon ausgehen, dass das E-Book gratis erhältlich ist. Doch weit gefehlt. Unter dem entsprechenden Kasten ist in kleiner, eher unauffälliger Schriftgröße zu lesen: „Abonnenten lesen gratis“ und darunter „EUR 4,99 kaufen“. Der tatsächliche Preis liegt also bei knapp fünf Euro.

Diese Strategie ist bestenfalls als irritierend zu bezeichnen. Lesen.net verweist darauf, dass mit einer solchen Darstellung offensichtlich „eine effiziente Abonnenten-Gewinnung für Kindle Unlimited“ angepeilt wird. Rechtlich gesehen ist die Fokussierung auf den Unlimited-Preis jedenfalls bedenklich und in jedem Fall kritikwürdig.

Weitere Änderungen: Inhaltsbeschreibung und weg vom App-Fokus

Wie sich im Vergleich sehen lässt, wurde früher die „Kostenlose Kindle-Leseanwendung“ – also kurz formuliert die Kindle-App – in einem eigenen Kasten stärker fokussiert. Aktuell findet sich ein deutlich dezenterer und optisch attraktiverer Verweis unter dem Cover-Bild. Darüber hinaus wird künftig auch der Inhalt des jeweiligen Lesestoffs stärker in den Blickpunkt gesetzt. Die inhaltliche Beschreibung der Bücher wird angerissen und kann dann mit einem Klick auf „Mehr lesen“ ausgeklappt werden.

Auch der recht unnötige Hinweis auf die “kostenlose drahtlose Lieferung über Amazon Whispernet” ist verschwunden und schafft ein wenig mehr Freiraum.

Alles in allem lässt sich sagen, dass das neue Design zwar ein bisschen entspannender für die Augen ist und aufgeräumter wirkt als vorher, doch Kunden und Online-Händler dürften dennoch ihren Missmut äußern. Denn wieder zeigt Amazon, dass das eigene Service-Angebot kompromisslos ins Zentrum gerückt wird. Selbst wenn dabei rechtliche Zweifel bleiben.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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