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Mit dem Kindle-Universum hat sich Amazon nicht nur eine riesige E-Book-Welt erschaffen und treue Lesefans an sich gebunden. Im Zuge des Self-Publishing-Programms können Autoren ihre Werke hier auch selbst verlegen. Doch nicht selten strotzen selbstverlegte Bücher vor Fehlern – ob nun in Sachen Rechtschreibung oder auch der Formatierung. Gegen dieses Problem will Amazon nun vorgehen.

Amazon Kindle

(Bildquelle Amazon Kindle 2 Unboxing: Mr. Mac via Flickr, Bildausschnitt, bestimmte Rechte vorbehalten)

Der Druck auf Autoren, die ihre Werke über die E-Book-Sparte Amazon Kindle vertreiben, wächst. Das Unternehmen will nämlich künftig gegen fehlerhafte Bücher im Kindle-Bestand vorgehen. Im Einzelnen stehen Titel im Fokus, die gravierende Rechtschreibfehler und beispielsweise Makel in puncto Formatierung oder Bildqualität vorweisen.

Fehlerhafte Kindle-Bücher in zwei „Eskalationsstufen“

Ernst wird es laut Heise ab dem 3. Februar 2016, wobei zwei „Eskalationsstufen“ angenommen werden: Bücher, die kleinere Fehler beinhalten, sollen mit einem entsprechenden Hinweis auf der Produktdetailseite gekennzeichnet werden.

In schwerwiegenderen Fällen, bei denen die Fehler so gravierend sind, dass die Lesbarkeit nachhaltig beeinträchtigt ist, können die Titel als „unlesbar“ eingestuft und sogar (vorübergehend) aus dem Sortiment herausgenommen werden. (Siehe Screenshot einer kanadischen Amazon Produktdetailseite):

Amazon Kindle Warnmeldung, Screenshot
Amazon Kindle Warnmeldung, Screenshot © Amazon

Wie eBook-Fieber berichtet, werden die betroffenen Autor oder Verlage über die jeweilige Maßnahme durch Amazon informiert, wobei ihnen die Möglichkeit eingeräumt wird, den Titel zu überarbeiten und entsprechende Fehler zu korrigieren. Nach erneuter Einreichung des Buches soll Amazon dann darüber entscheiden, ob es wieder freigegeben wird oder nicht.

Leser melden Fehler über Kindle-Geräte

Im Übrigen lässt sich Amazon bei der Meldung von Fehlern kräftig unterstützen: Kunden, die über die hauseigenen Amazon E-Book-Reader wie Kindle Paperwhite oder Voyage lesen, können direkt über das Gerät Fehler melden.

Von diesen Neuerungen sind aller Wahrscheinlichkeit nach besonders Autoren betroffen, die ihre Werke selbst verlegen. Im Bereich der Self-Publisher sind naturgemäß die Ressourcen für ein Lektorat häufig niedrig angesetzt, sodass sich hier in der Regel mehr Fehler in die Bücher einschleichen.

Wie schnell das neue Amazon Kindle-Prozedere auch nach Deutschland kommt, ist noch ungewiss.

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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