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Der E-Book-Markt kann zweifelsohne als erfolgreich bezeichnet werden: Über eine Million digitale Bücher werden derzeit durchschnittlich täglich in den USA auf Amazon verkauft. Die entsprechende Studie von AuthorEarnings hat außerdem festgestellt, dass die Indie-Publisher mittlerweile mehr verkaufen als die große Konkurrenz.

E-Book-Reader am Strand

© arizanko - Fotolia.com

Die Webseite für Autoren „AuthorEarnings“ hat genauer unter die Lupe genommen, wie sich der E-Book-Markt in der letzten Zeit entwickelt hat. Die Ergebnisse der Studie können durchaus als überraschend bezeichnet werden. Es zeigt sich insgesamt, dass die großen Verlage (von AuthorEarnings als „Big Five“ bezeichnet) immer weniger E-Books verkaufen. Die Indie-Publisher dagegen verzeichnen ein stetiges Wachstum.

Innerhalb der betrachteten rund zwei Jahre haben die beiden Parteien sogar die Plätze getauscht, sodass Indie-Verleger mittlerweile nahezu 45 Prozent des E-Book-Markts einnehmen. Die vermeintlich große Konkurrenz ist mit 23 Prozent dagegen weit abgeschlagen. Ein Ende des Abwärtstrends scheint nicht in Sichtweite zu sein. Amazon selbst als Verleger verkauft immer mehr digitale Bücher – auch wenn hier zuletzt ein Abwärtstrend zu erkennen ist. Weitgehend stabil sind die Verläufe von kleinen und mittelgroßen Publishern sowie von Autoren, die ihre Werke selbst veröffentlichen.

 AuthorEarning-Studie

© AuthorEarnings - Screenshot (Verteilung der verkauften E-Books)

 

Höhere Gewinnbeteiligung bei Indie-Publishern

Dennoch generieren die Big Five weitaus mehr Umsatz als die Indie-Publisher und nehmen mit etwa 40 Prozent Marktanteil die Spitzenposition ein. Auch hier ist jedoch ein Trend nach unten deutlich zu erkennen. Genau umgekehrt sieht es bei den Autoren-Anteilen und deren Verdiensten aus: Während die großen Verlage nicht einmal mehr 25 Prozent der Verdienste an die Autoren abgeben, sind die Indie-Autoren mit nahezu 50 Prozent am Gewinn beteiligt.

Die Studie gibt außerdem Einblicke in die verschiedenen Veröffentlichungszahlen der Kindle E-Books. Dafür wurden beispielsweise die Bestseller-Listen und die Anteile der jeweiligen Publisher betrachtet. Hier sind wiederum die kleinen und mittelgroßen Verlage mit 47 Prozent von 195.000 betrachteten Büchern auf Platz eins.

 AuthorEarnings-Studie

© AuthorEarnings - Screenshot (Verteilung der Autoren-Gewinnbeteiligung)

Täglich eine Million E-Book-Downloads

Der AuthorEarnings-Studie nach hat Amazon mittlerweile eine magische Grenze übersprungen: Täglich sollen mehr als eine Million E-Books verkauft werden. Nach Abzug des Geldes, das die Publisher behalten, gehen pro Tag rund 1,8 Millionen US-Dollar an die Autoren durch die E-Book-Verkäufe auf Amazon.

Es lässt sich also insgesamt feststellen, dass der E-Book-Markt als lukrativ bezeichnet werden kann. Die Indie-Verlage scheinen dabei den großen Publishern immer mehr den Rang abzulaufen. Zu beachten ist bei den Werten, dass sich diese allesamt auf den US-amerikanischen Markt beziehen. Die sehr interessante Studie lässt sich hier komplett einsehen. Hier sind beispielsweise auch Zahlen zu Hörbuch-Verkäufen zu finden.

 AuthorEarnings-Studie

© AuthorEarnings - Screenshot (Verteilung der Titel in den Bestsellerlisten)

/ Geschrieben von Christian Laude





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