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Zwischen Buchverlagen und Amazon hat es in der Vergangenheit immer wieder gekracht. Dem US-Konzern wurde unter anderem Machtmissbrauch vorgeworfen. Amazon selbst hielt stets dagegen. Nun gibt sich der Konzern zahm und will auf die E-Book-Verlage zugehen – ein Schritt, der durch Druck von außen vollzogen wird.

E-Book-Reader auf Schreibtisch
© Hitdelight – shutterstock.com

Bereits seit zwei Jahren hat die EU-Kommission die Vertriebsvereinbarungen von Amazon mit E-Book-Anbietern im Visier. Die Brüsseler Wettbewerbsbehörden äußerten im Sommer 2015 kartellrechtliche Bedenken gegen die Praxis den Online-Riesen. Es sei zu befürchten, dass Amazon in seinen Verträgen bestimmte Klauseln forciert, die nicht nur den freien Wettbewerb behindern könnten, sondern auch die „Preise in die Höhe treiben könnten“, so auf Heise zu lesen.

Diese Auseinandersetzung scheint nun vorerst ein Ende gefunden zu haben. Denn auf Druck der EU-Kommission habe Amazon nun angekündigt, die Verlagen nicht länger durch die kritisch beäugten Vereinbarungen zu binden und die Auflagen für die Verleger entsprechend herunterzuschrauben.

Amazon: Gute Bedingungen um jeden Preis

Die kritischen Stellen beinhalteten beispielsweise Klauseln, nach denen die Verlage dazu gezwungen wurden, Amazon davon in Kenntnis zu setzen, wenn andere Vertragspartner (also Amazon-Konkurrenten) günstigere Konditionen bekamen als Amazon selbst. Dann nämlich mussten Amazon laut Heise „mindestens ebenso gute Bedingungen“ eingeräumt werden.

„Der heutige Beschluss öffnet Verlagen und Wettbewerbern den Weg, innovative Dienstleistungen für E-Books zu entwickeln – für mehr Auswahl und Wettbewerb auf dem E-Book-Markt zum Vorteil der europäischen Verbraucher“, kommentierte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Verlagswesen: Amazon immer wieder in der Kritik

In den vergangenen Jahren war Amazon immer wieder mit Buchverlagen und Autoren angeeckt. Als der Streit im Sommer 2014 zu eskalieren drohte, wurde dem US-Konzern massiver Machtmissbrauch und sogar Erpressung vorgeworfen – stets mit dem Ziel, höchstmögliche Rabatte und beste Bedingungen durchzusetzen. Verlage und Schriftsteller begehrten gegen diese Praxis auf und bezogen auch öffentlich Stellung gegen Amazon (wir berichteten).

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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