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In einem Amazon-Paket wurde jetzt ein Hilferuf eines Angestellten entdeckt, welcher die Debatte um die Arbeitsbedingungen beim Online-Händler erneut entfacht.

Amazon Paket
© Hadrian / shutterstock.com

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind immer wieder Thema und Ausgangspunkt für viele Streiks. Jetzt kam es in England zu einem ganz besonderen Fall: In einem an ein 13-jähriges Mädchen geschickten Paket befand sich unter der Rechnung außerdem eine handschriftlich verfasste Nachricht: "Helft mir bitte, PMP-Angestellte sind bösartig". PMP ist eine von Amazon beauftragte Personalvermittlungs-Agentur, die sich um die Stellenbesetzung in den Verteilzentren kümmert. Das Geschenk, ein Make-Up-Kalender an April Dorsett aus dem Raum Manchester, sollte eigentlich eine Botschaft von ihren Eltern enthalten.

Amazon reagiert, aber ohne zu dementieren

Aprils Mutter vermutete zunächst, es handle sich bei der Nachricht um einen Spaß: "Ich dachte an einen Scherz und ich reagiere einfach über", wird sie auf dem britischen Portal Mirror zitiert. "Aber dann machte man mich auf die vielen Geschichten aufmerksam, die in letzter Zeit über Amazon kursieren." Die 32-Jährige hat sich in einem Facebook-Post an Amazon UK gewandt, hauptsächlich um ihre Tochter zu beruhigen, dass es sich bei dem Hilferuf um einen schlechten Scherz handele. "Meine Tochter war besorgt. Sie ist Veganerin und will sicher sein, dass es Menschen und Tieren gut geht."

Zwar gab es eine Antwort von Amazon inklusive einer Entschuldigung für den Vorfall, die Bestätigung eines Scherzes konnte der Versandhändler allerdings nicht liefern. Die Vermittlungsagentur PMP hingegen versicherte, dass man bei über 100.000 Beschäftigten noch nie eine Beschwerde in dieser Art erhalten habe. Man nimmt den Vorfall allerdings sehr ernst und werde ihn "in Zusammenarbeit mit Amazon weiter untersuchen."

Beschwerden häufen sich

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Amazon schlechte Arbeitsbedingungen vorwerfen lassen muss. In den letzten Wochen haben immer wieder Arbeiter in den Verteilzentren in ganz Deutschland ihre Arbeit niedergelegt. Auch in den kommenden Wochen sollen weitere, von Verdi initiierte Streiks folgen. Mit der Kundgebung "Make Amazon Pay" gab es erst am Black Friday eine Demonstration in Berlin gegen den Versandhändler. Damit sollte vor allem auf die Zusatzbelastung aufmerksam gemacht werden, welcher Amazon-Mitarbeiter während des Weihnachtsgeschäft ausgesetzt sind.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Hans-Peter Vogt 2017-12-05 08:57
Tja. Wenn die Händler Amazon boykottieren würden, wäre es mit solchen Skandalen vorbei. Tun sie aber nicht, und auch der Händlerbund hält sich da vornehm zurück. Ich selbst biete auf Amazon zwar nicht mehr selbst an, kann und will aber auch nicht verhindern, dass einige meiner Vertriebspartne r meine Produkte auch über Amazon verkaufen. Amazon ist ja auch keine EInzelfall. Bei den Transportfirmen von Lidl gehts genauso wild zu, und ... (die Liste ist unendlich zu erweitern)



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