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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat mithilfe eines Reaktions-Checks feststellen können, dass Amazons Alexa nicht nur durch die sprachliche Äußerung des vorab eingestellten Signalwortes aktiviert werden kann. Vielmehr reagiert die digitale Sprachassistentin oftmals auch auf ähnlich klingende Wörter.

Aktivierter Echo-Lautsprecher von Amazon

© Cathy Hargreaves - Shutterstock.com 

Amazons digitale Sprachassistentin Alexa, die unter anderem in den Echo-Lautsprechern integriert ist, wird mithilfe eines Signalwortes vom Nutzer aktiviert und kann daraufhin aufgefordert werden, eine bestimmte Handlung zu vollziehen. Die meisten Echo-Besitzer dürften hierbei den Namen „Alexa“ als Signalwort nutzen, doch es besteht auch die Möglichkeit, „Amazon“, „Echo“ oder „Computer“ zu wählen.

Theoretisch reagiert Alexa erst nach der Aktivierung auf die Sprachbefehle. Die Assistentin hört dementsprechend immer mit, doch erst nach dem Signalwort beginnt die Aufzeichnung und die dazugehörige Übertragung auf die Server – meint zumindest Amazon. Dem widerspricht jedoch aktuell die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Angeblich wird Alexa in einigen Fällen auch aktiviert, sobald der Nutzer ein ähnlich klingendes Wort verwendet.

Tipps der Verbraucherzentrale NRW

Die Marktwächter konnten dies anhand von einigen Tests herausfinden. So wurde Alexa beispielsweise auch aktiv, wenn jemand den Namen „Alexander“ anstatt „Alexa“ am Anfang eines Satzes verwendet hat. Ähnliches passierte kurioserweise auch bei der Aussage „Ich möchte unbedingt Urlaub am Amazonas machen.“ Und sogar bei der Phrase „komm Peter“ soll Alexa gestartet worden sein, da hier eine Ähnlichkeit zum Wort „Computer“ besteht – wenn natürlich auch stark abstrahiert.

Um Echo-Besitzer vor derartigen Vorfällen zu schützen und vor allem auch zu verhindern, dass durch die ungewollte Aufzeichnung zu viele Daten an Amazon weitergegeben werden, gibt die Verbraucherzentrale NRW verschiedene Tipps mit auf den Weg. Personen sollten etwa nicht „Alexa“ als Signalwort verwenden, wenn ein Familienmitglied beziehungsweise Freund den Namen „Alexander“ trägt. Generell raten die Marktwächter von „Computer“ ab, da dieses Wort zu häufig im alltäglichen Sprachgebrauch vorkommt. Zudem sollte in den Einstellungen ein Ton aktiviert werden, der genau dann abgespielt wird, sobald Alexa gestartet wurde.

/ Geschrieben von Christian Laude


Kommentare

#1 Vogt, Hans-Peter 2017-12-22 10:00
In dem Gerät steckt so viel gefährliches Überwachungspot enzial, dass man lieber ganz darauf verzichten sollte



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