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Dass arglose Kunden auf dem Amazon Marketplace auch Produktfälschern auf den Leim gehen, ist nicht neu. Nun erhebt aber ein Hersteller schwere Vorwürfe gegen den Marktplatz und gibt ihm eine Mitschuld an den Plagiaten.

Amazon Website
© Casimiro PT / Shutterstock.com 

Immer wieder wird über Produktfälschungen auf dem Amazon Marketplace berichtet. Der Zubehör-Hersteller ElevationLab hat dem Marktplatz nun aber eine Mitschuld an den Plagiaten vorgeworfen, wie WinFuture berichtet. Denn Amazon ermögliche es den Fälschern, die Plagiate direkt unter den Original-Produkten zu platzieren. Zudem verschicke Amazon viele der Fälschungen über das eigene Logistikprogramm, so ElevationLab-Gründer Casey Hopkins in seinem Blogbeitrag.

Seine Erkenntnisse über den Handel mit Produktfälschungen beginnt Hopkins mit einer zynischen Bemerkung: „Wenn jemand sich die Mühe macht und deine Produkte fälscht, dann ist das immerhin ein Zeichen dafür, dass man etwas richtig macht. Und es verdient eine Minute Schmeichelei.“ Dass chinesische Produktfälscher den Amazon Marketplace aber mit Fälschungen regelrecht fluten, sei seiner Ansicht nach „ein echtes Problem“.

„Ich kann die negativen Bewertungen kaum erwarten…“

Amazon brauche seinen Angaben nach zudem einige Tage, um die Fälscher von der Plattform zu entfernen – Hopkins vergleicht die Suche, das Entfernen und das neue Aufkommen der Plagiatshändler mit dem Spiel Whack-A-Mole. Dass der Prozess so lange dauert, sei „der Anfang vom Ende vieler kleiner Unternehmen“, regt sich Hopkins weiter auf.

ElevationLab sei selbst Opfer von Produktfälschern. Der Verkaufsschlager „The Anchor“, eine Aufhängung für Kopfhörer, die sich unter der Tischplatte anbringen lässt, werde fortlaufend kopiert. Hopkins spricht sogar von einem „derzeitigen Händler für Fälschungen“ und verdeutlicht damit, dass es immer einen Fälscher gebe, der gerade ein Plagiat seines Produkts verkaufe. Das Produkt wurde aufwendig, aber recht schlampig kopiert. Die Fälscher hätten sogar die Verpackung seines Produkts einfach eingescannt und wieder ausgedruckt, was durch den niedrigen Kontrast erkennbar sei. „Für das ungeübte Auge aber würde es durchgehen“, so Hopkins. „Ich kann die negativen Bewertungen kaum erwarten…“

Seitenhieb auf Jeff Bezos

Der Geschäftsmann sieht die große Schuld nicht einmal bei den Fälschern, die mit ihrer Arbeit auch nur ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen. Dass Amazon mit seinem Verhalten den Handel von Plagiaten aber unterstütze, geht dem Hersteller gegen den Strich. Dabei gebe es ihm zufolge eine einfache Lösung: „Wenn man eine eingetragene Marke hat und das Produkt nicht im Großhandel verkauft, könnte das durch eine einfache Checkbox angegeben werden. Und jeder andere Händler bräuchte eine Genehmigung oder gründliche Überprüfung, um das Produkt zu verkaufen, vor allem wenn sie es in großen Mengen über FBA verschicken wollen.“

Dass Amazon ein so großes Problem mit Produktfälschungen habe, zerstöre Hopkins zufolge das Vertrauen der Kunden in die Plattform. Die Händler müssten sich unterdessen noch mit der Suche nach Fälschern herumschlagen, weil Amazon nicht proaktiv agiere. Zum Schluss gibt es von Hopkins noch einen Seitenhieb auf die „Tag 1“-Mentalität von Jeff Bezos: „Und Jeff Bezos, wenn Sie das lesen, kommen Sie schon – das ist die Aufgabe für Tag 2“.

 

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


Kommentare

#1 Ralf 2018-03-13 14:34
Eigentlich ist es die Aufgabe für "Tag 1", wenn man schließlich bedenkt, dass das auch im Bereich der "organisierten Kriminalität" zunimmt....



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