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Am 24. April wird dem Amazon-Gründer Jeff Bezos der Axel Springer Award überreicht. Damit sind jedoch viele nicht einverstanden, was der offene Brief der eBuch eG deutlich macht.

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© 360b / Shutterstock.com

Der diesjährige Preisträger des Axel Springer Awards 2018 ist kein Geringerer als Amazon-Chef Jeff Bezos. Am 24. April soll „sein visionäres Unternehmertum in der Internetwirtschaft sowie die konsequente Digitalisierungsstrategie der 140-jährigen US-Traditionszeitung“ im Journalisten-Club von Axel Springer geehrt werden (wir berichteten). Seit 2013 ist der Unternehmer nämlich Eigentümer der größten Tageszeitung in Washington, D.C., der Hauptstadt und dem Regierungssitz der USA.

Nun hat sich der Vorstand der Buchhandelsgenossenschaft eBuch eG in einem offenen Brief an Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer SE, und die Haupteignerin Friede Springer zu Wort gemeldet und kritisiert diese Ehrung, so der Buchreport.

„Totengräber einer sozialen Marktwirtschaft“

Demnach sei die Begründung: „Der Axel Springer Award zeichnet herausragende Persönlichkeiten aus, die in besonderer Weise innovativ sind, Märkte schaffen und verändern, die Kultur prägen und sich gleichzeitig ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen“ laut der eBuch hier fehl am Platz. So würde der Unternehmer eher „die gewachsene Kultur des kaufmännischen Mittelstandes zerstören [...] und einen Keil in die Gesellschaft treiben“.

Zu unbarmherzig sei Bezos, der die Verlage mit „harten Bandagen in den Konditionsgesprächen knebelt und zu [...] finanziellen Zugeständnissen zwingt“. Auch würde er entgegen der Begründung die kulturelle Vielfalt der Buchbranche nicht fördern und seine Angestellten „unerhörtem Arbeitsdruck“ aussetzen, was eher von wenig gesellschaftlicher Verantwortung spricht. In diesem Zusammenhang werden auch Amazons „unanständige Steuervermeidungspraktiken“ genannt, wonach Jeff Bezos als „Totengräber einer [freien] sozialen Marktwirtschaft“ abgewertet wird.

Die Preisverleihung sei ein „Fauxpas erster Güte“

Zum Schluss des Briefes wird verdeutlicht, dass es ein „Fauxpas erster Güte“ sei, einen so „unerbittlichen“ Unternehmer wie Jeff Bezos, egal wie außergewöhnlich erfolgreich der auch sein mag, mit einem Preis im Namen Axel Springers zu ehren.

Die gleiche Meinung würden wohl auch viele BuchhändlerInnen teilen. Im Brief heißt es, dass im Mailverteiler der eBuch eG Dutzende Händler ihre Empörung über diese Preisverleihung geäußert haben. Eine Auswahl der Mails wird auch an die Nachricht angehängt.

In den letzten zwei Jahren ging der Preis 2016 an Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und 2017 an World-Wide-Web-„Erfinder“ Sir Tim Berners-Lee.

/ Geschrieben von Anna Chumachenko


Kommentare

#1 Jo 2018-04-17 14:58
Alles recht wohlfeil, das hier geäußert wird. Mir fehlen die Belege für die gemachten Behauptungen. Unerbittliche Unternehmer gibt es wie Sand am Meer. Nur sind sie fast alle erheblich weniger erfolgreich, als Jeff Bezos.

Das ständige Amazon-bashing aus interssierten Kreisen ist inzwischen nur noch abgedroschen.



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