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Warum hat Amazon mein Kundenkonto gesperrt? – Eine Frage, die sich der eine oder andere ehemalige Amazon-Kunde wohl schon gestellt haben dürfte. Von ungewollt geschlossenen Konten gab es in den vergangenen Jahren zumindest zahlreiche Berichte.

Verschlossen: Schloss vor einer Tür
© Piyapong89 – shutterstock.com

Verärgerte Amazon-Kunden haben sich in den vergangenen Jahren immer mal wieder an Medien gewandt, weil Amazon ihr Kundenkonto ohne Vorwarnung gesperrt habe. In vielen Fällen äußerten die Kunden danach absolutes Unverständnis, da sie keine zufriedenstellende Begründung erhalten hatten, weshalb den Konten der Stecker gezogen wurde.

Doch nun soll ein ehemaliger Mitarbeiter über die Gründe potenzieller Kontensperrungen gesprochen und dementsprechend Einblicke hinter die Kulissen von Amazon gegeben haben: „Wenn Ihr Verhalten konsequent außerhalb der Norm liegt, sind Sie nicht wirklich die Art von Kunden, die Amazon haben will“, zitiert Golem den einstigen Senior Manager James Thomson mit Verweis auf das Wall Street Journal.

Im Prinzip heißt dies, dass Amazon gern nur Kunden hätte, die sich typisch, also konform, verhalten. Es scheint, als seien Verbraucher mit untypischen Verhaltensweisen eine Belastung. Auch ein konkretes Beispiel nannte Thomson für ein solches untypisches Verhalten: Manchmal reiche es beispielsweise aus, wenn ein bestimmtes Produkt in 99 Prozent aller Fälle aufgrund von Nichtgefallen zurückgesandt wird – ein bestimmter Kunde allerdings angibt, er habe die Sendung nicht erhalten.

Amazon nennt Kundenzufriedenheit als Grund

Ganz offiziell hält sich Amazon mit der Nennung von Gründern für Kontensperrungen zurück. Im Zuge des Datenschutzes dürfe das Unternehmen keine Angaben in konkreten Fällen machen.

Dennoch äußerte sich Amazon gegenüber dem Wall Street Journal, dass es „seltene Fälle“ gebe, „in denen jemand unseren Service über einen längeren Zeitraum missbraucht“. Bei weltweit mehr als 300 Millionen Kunden sähe sich das Unternehmen gezwungen, manchmal Maßnahmen zu ergreifen, „um die Zufriedenheit aller unserer Kunden zu schützen“. Solche Entscheidungen würden „nie leichtfertig“ getroffen.

Neben Verstößen gegen die allgemeinen Nutzungsbedingungen von Amazon wurden in der Vergangenheit auch andere Gründe diskutiert, weshalb Amazon Konten schließt – zum Beispiel eine zu hohe Zahl an Rücksendungen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


Kommentare

#3 MM 2018-05-30 16:33
Grossversender sollten so etwas noch viel konsequenter betreiben. Wir fackeln da nicht lange. Wenn ein Kunde nicht weiß wie man sich benimmt und bei unserem Support permanent 'rotzig' wird. Käufer mit zu hohen Retourenquoten, bereits bei der zweiten oder dritten Lieferung. Klassische Problemkäufer, grundlose Negativbewerter etc. Die sortieren wir alle aus. Unsere Nerven und die Rendite dankt es uns. Die Accounts sind auch für unsere anderen Shops geblockt und werden auch nicht mehr geöffnet. Die Onlinehändler sind doch nicht das Trittbrett für die ganzen von Amazon und Konsorten verzogenen Verbraucher. Wir machen das doch alle um am Ende etwas verdient zu haben. Bei allem anderen gibt es mittlerweile doch angenehmere Tätigkeiten.
#2 S. Poets 2018-05-29 15:22
Ich begrüße es sehr, dass manchen Kunden der Hahn zugedreht wird. Bin selber Händlerin auf der Amazon Plattform. Das Gebaren vieler Kunden ist einfach "gegen jede Anstandsnorm". Ware wird für die Familienfeier genutzt und dann miserabel verpackt zurück geschickt.
Einzelne Kunden haben bei mir über einen langen Zeitraum schon 5 und Mehrfach bestellt und ALLES immer wieder zurück geschickt!
Wenn ich mich nun beim Verkäuferservic e beschwere werden ZUM GLÜCK auch mal Käufer überprüft. Natürlich kann Amazon sehen, wenn es um den selben Kunden immer wieder "nicht angekommen" "Karton war leer" oder "Artikel gefällt nicht mehr" gibt.
Ja, solche Kunden gehören drastisch ausgeschlossen.
#1 schmiedemeister 2018-05-25 09:10
Auf der einen Seite kann man Amazon verstehen.
Es gibt leider viele Käufer die regelrecht das zu einfache und zu LANGE Rückgaberecht missbrauchen.
So gibt es Fälle, dass Ware nach bis zu zwei Jahren, mit der Begründung "defekt" zurückgeschickt wird.
Kein Mitarbeiter im Lager Amazon kann über einen Defekt entscheiden und schon haben die Seller das Nachsehen.
Auf der anderen Seite sollte Amazon selbst einmal seine Geschäftsbeding ungen überdenken.
14 Tage Rückgaberecht reichen völlig aus. Danach muss ein Antrag an den Seller gestellt werden.

Handel beruht auf Gegenseitigkeit und nicht auf Ausnutzung.



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