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Wie sieht es im Inneren von Amazon aus? Wir waren heute beim Logistikzentrum in Leipzig zu Besuch und haben mit dem Standortleiter Dietmar Jüngling gesprochen.

© Michael Pohlgeers / Händlerbund

Das Logistikzentrum von Amazon in Leipzig hat heute seine Türen für die Presse geöffnet. Wir waren vor Ort und haben mit dem Standortleiter Dietmar Jüngling gesprochen. Das Leipziger Logistikzentrum gehört zu den wichtigsten Standorten von Amazon in Deutschland.

Tausende Pakete werden jeden Tag abgewickelt

2006 in Leipzig eröffnet, werden hier in Leipzig Tausende Pakete am Tag abgewickelt und nicht nur nach Deutschland versendet. Im vergangenen Jahr wurden von Leipzig aus 500.000 Pakete pro Tag während der Weihnachtszeit versendet, am 15. Dezember waren es sogar 4,6 Millionen Artikel, die das Lager verlassen haben.

„Jeder Logistikmitarbeiter der hier anfängt, bekommt einen Stundenlohn von 9,75 Euro“, erklärte Dietmar Jüngling. Zusätzlich würde jeder Mitarbeiter ein Aktienpaket im Wert von rund tausend Euro pro Jahr bekommen.

Viele der hier angestellten Mitarbeiter hat Amazon nach eigenen Angaben aus der Arbeitslosigkeit heraus eingestellt. Laut Dietmar Jüngling liege der Wert bei rund 40 Prozent Arbeitslosen, die Amazon in Leipzig – einer Stadt mit derzeit etwa 27.000 Arbeitslosen – eingestellt hat. Jetzt zur Weihnachtszeit sucht Amazon vermehrt nach Saisonmitarbeiter, die laut Dietmar Jüngling auch größtenteils nur befristet eingestellt werden. Rund 1.500 zusätzliche Arbeitskräfte sucht Amazon für das diesjährige Weihnachtsgeschäft.

Standortleiter Dietmar Jüngling im Gespräch.
Das 75.000 Quadratmeter große Logistikzentrum in Leipzig macht einen modernen und arbeitsfreundlichen Eindruck. Auch die Arbeitsatmosphäre schien bei unserem Besuch angenehm zu sein. Ob das immer so ist, können wir nicht sagen. Auf dem Weg durch das Zentrum haben wir viele Picker gesehen, die gerade dabei waren, aktuelle Bestellungen aus den riesigen Lagerhallen herauszusuchen und an die entsprechenden Stellen zu bringen. Ein Picker verriet, dass er am Tag zwischen 50 und 260 Artikel so abwickelt. „Die Picker laufen bei uns durchschnittlich 6 bis 12 Kilometer - wenn mal besonders viel zu tun ist, vielleicht auch 15 Kilometer“, erklärte Jüngling.

Keine Angst vor der eigenen Konkurrenz aus Polen

Trotzdem betonte der Standortleiter, dass man bisher alle Bestellungen rechtzeitig abwickeln konnte, auch wenn ein Teil der Belegschaft mit der Gewerkschaft Verdi vor den Toren des Logistikzentrums streikt.

Die Retourenquoten hier in Leipzig seien laut Dietmar Jüngling gering, was auch daran liege, dass man hier weniger Produkte wie Bekleidungen abwickle, die traditionell hohe Retourenquoten mit sich bringen.

Besonderen Wert legt Amazon offenbar auf sein Logistiksystem. Dietmar Jüngling wurde heute nicht müde, den Medienvertretern zu erklären, dass man auf ein chaotisches Lagersystem setze. Dass in der Fachsprache als dynamische Lagerhaltung bekannte System besagt, dass die Waren zunächst zufällig im Lager verteilt werden. Dabei werden die Produkte mit gleichen Außenabmessungen am gleichen Ort gelagert. Nur der Computer weiß im Leipziger Logistikzentrum, wo genau welche Produkte stehen. Durch das System sollen die Fahrwege optimiert werden können.

Auch stolz zeigt sich Amazon in Leipzig auf seine Klimaanlage, welche die Halle für die Mitarbeiter und nicht zuletzt auch für die Produkte im Sommer kühlt und im Winter aufheizt. Das ist in der Logistikbranche längst kein Standard.

Damit Amazon Produkte wie Bücher oder CDs noch schneller liefern kann, gibt es in Leipzig die Möglichkeit, diese Produkte sogar zu produzieren. Wie Dietmar Jüngling erklärte, könne man hier in Leipzig Bücher, die nicht mehr auf Lager seien, selbst nachdrucken und auch CDs könnten geschulte Logistikmitarbeiter selbst brennen.

Dass Amazon in Polen gerade neue Logistikzentren eröffnet und auch von dort aus nach Deutschland versendet, stört Dietmar Jüngling nach eigenen Angaben nicht. Er beharrte darauf zu erklären, dass Amazon wachse und die Standorte in Polen nur das zusätzliche Wachstum abdecken würden. Eine Konkurrenz zum Standort Leipzig stellen sie laut Jüngling nicht dar.

 






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