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New Yorker Gewerkschaftsvertreter und Politiker äußern massive Kritik über den neuen Amazon Standort.

Umgedrehtes Amazon-Logo
© Tina Plewinski

Mitte November hatte Amazon Long Island City im Stadtteil Queens, New York, als einen seiner neuen Hauptstandorte gewählt. Die US-Gewerkschaft für Einzelhandel, Großhandel und Warenhäuser (Retail, Wholesale and Department Store Union, RWDSU) veranstaltete daraufhin gestern mit zahlreichen weiteren Gewerkschaftsvertretern, Wirtschaftsanalytikern, Amazon-Angestellten und Politikern ein Treffen unter dem Motto „Was stimmt nicht mit Amazon”. Darin kritisierten die Teilnehmer laut TechCrunch wirtschaftliche Deals, die New York im Wettbewerb um den Standort eingegangen ist, sowie mögliche negative Auswirkungen auf Angestellte und lokale Händler.

Vorwurf: Amazon nutzte Standort-Wettstreit für gute Deals aus

Lokale Politiker und Wirtschaftsförderer vertraten die Auffassung, dass Amazon bereits während des aufwendigen Auktionsprozesses passende Standorte im Blick hatte und dort noch die bestmöglichen wirtschaftlichen Bedingungen herausschlagen wollte.

New York erhält Amazon nun den größten Anteil der über 2 Milliarden US-Dollar schweren Mittel aus lokalen Förderprogrammen, gab der städtische Rechnungsprüfer Scott Stringer zu bedenken. Das sei der viertgrößte Firmen-Incentive-Deal in der US-Geschichte – damit wäre es schwierig, wirtschaftliche Anreize erneut auch anderen Unternehmen zu bieten, so die Vorwürfe. Finanzieller Schaden entstünde für New York außerdem durch fehlende Steuereinnahmen im lokalen Einzelhandel, da dieser durch die zusätzlichen Amazon-Lieferungen im Stadtgebiet extrem geschwächt werde.

Mitarbeiter kritisierten leere Versprechungen

Gewerkschaftsgruppen gaben zu bedenken, inwieweit Amazon gute Arbeitsbedingungen und bisherige Standards auch tatsächlich für die 50.000 neuen versprochenen Arbeitsplätze umsetzen könnte. Angestellte aus dem New Yorker Amazon-Warenhaus wünschten sich, dass Amazon endlich das Versprechen einlöse, Shuttle-Services und Fahrgemeinschaften zum Arbeitsort zur Verfügung zu stellen. Ein Mitarbeiter aus dem Amazon-Warenhaus in New York berichtete, dass er derzeit durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einen vierstündigen Arbeitsweg in Kombination mit einer Zwölf-Stunden-Schicht in Kauf nehme:

Amazon an langfristiger kommunaler Zusammenarbeit interessiert

Auch Stadträte aus Seattle waren vor Ort, die den wirtschaftlichen Wandel der Stadt durch den aktuellen Amazon-Hauptsitz bestätigten. Statt den Deal mit New York jedoch komplett abzulehnen, wiesen die Stadträte auf Chance hin, bessere Bedingungen für Gleichberechtigung und soziale Verantwortung zu verhandeln und damit zugleich neue Maßstäbe für öffentlich-private Partnerschaften zu schaffen.

Amazon reagierte mit einem Statement auf die Veranstaltung. Ein Sprecher sagte, dass das Unternehmen zuhören und sich langfristig engagieren möchte, um die städtischen Bedürfnisse zu verstehen. Sie wollen sichergehen, dass der neue Firmensitz ein Gewinn für alle darstelle. Unter anderem mit 250.000 Vollzeitstellen und seit 2011 mit mehr als 160 Milliarden US-Dollar Investitionen leiste der Konzern bereits einen sehr positiven Beitrag zur Wirtschaft, für Gemeinden und zum Leben der Mitarbeiter, so der Sprecher.

/ Geschrieben von Hanna Behn





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