Logo amazon Watchblog
Blogmenü

NEWSLETTER ABONNIEREN x maximize

NEWSLETTER ABONNIEREN x

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Amazon-Newsletter.
Zusätzlich können Sie sich auch für die Newsletter der OnlinehändlerNews anmelden.

Direkt zur kostenlosen Newsletter-Anmeldung ->

Kritiker sehen in Amazons neuem Spiel „New World“ Ansätze von Kolonialismus.

Menschen spielen am Computer
Bodnar Taras / shutterstock.com

Nicht erst seit dem bekannten Spiel Fortnite ist klar: Die Gaming-Industrie boomt und verspricht Riesen-Umsätze. YouTube und Facebook versuchen mit eigenen Streaming-Plattformen, am Höhenflug der Branche teilzuhaben. Amazon hat mit Twitch ebenfalls einen eigenen Streaming-Dienst für Spiele und arbeitet außerdem an einer Gaming Cloud. Die Tochterfirma Amazon Game Studios hat im vergangenen Jahr mit „Breakaway“ den ersten eigenen Titel auf den Markt gebracht, jetzt soll mit „New World“ ein weiteres Spiel kommen, berichtet golem.

Neues Amazon-Spiel New World: Ureinwohner als Zombies?

Das neue Spiel ruft allerdings im Vorfeld starke Kritik hervor. In Amazons Online-Rollenspiel „New World“ bewegen sich die Spieler in der fiktiven Welt „Aeternum“, die allerdings deutlich an das Amerika des 17. Jahrhunderts angelehnt sein soll. Dort können die Spieler Ressourcen sammeln, Waffen schmieden, Land rauben und natürlich gegen andere Gegner kämpfen. Und genau an der Darstellung dieser Gegner entzünden sich die Geister. Ein Redakteur der Tech-Seite polygon, der das Spiel vorab getestet hat, sieht in den Figuren und dem Umgang mit ihnen Parallelen zu den US-amerikanischen Ureinwohnern.

Die Figuren sollen laut Spielbeschreibung „ehemalige Siedler“ sein – erinnern aber an aggressive Zombies. „Dieses Spiel ist zweifellos ein gewalttätiger Ausdruck der atlantischen Kolonisation des 17. Jahrhunderts und sollte als solcher behandelt werden“, meint Colin Campbell. „Es wird von den Erben dieser Kolonisation gemacht und gespielt.“ Und er zieht von seiner Wahrnehmung des Spiels sogar Rückschlüsse zum Produzenten Amazon. Es sei interessant, dass das Spiel von Amazon kommt, einer der „ausbeuterischsten Organisationen der Welt, ein aggressiver Kolonisator an sich“. 

Amazon-Studio-Chef ist schockiert über Kritik

In einem Interview hat Campbell den Amazon-Studio-Chef Patrick Gilmore darauf angesprochen, der über die Kolonialismus-Interpretation „wirklich schockiert“ gewesen sein soll. Das sei nicht der Fokus des Spiels, es gehe sinngemäß um „einen verdorbenen Aspekt in dieser Welt, einen Garten Eden, der in Ungnade gefallen ist“. Auch in Online-Foren wie Reddit gab es unterschiedliche Meinungen zu dem Spiel und seiner Wahrnehmung. Schließlich gesteht sich auch Spieletester Campbell seine „eigene Heuchelei“ ein. Denn: „Trotz seiner grausamen Untertöne genieße ich ,New World‘. Ich freue mich darauf, auf der Terra Incognita zu landen, zu überleben und dann zu gedeihen. Ich töte die Einheimischen und befreie die neue Welt von wilden Tieren.“

Amazon Game Studio hat „New World“ über rund fünf Jahre entwickelt, der genaue Starttermin ist noch unklar.

 

/ Geschrieben von Markus Gärtner





Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren