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Es scheint, als würde Amazon bei manchen Marken „Verstecken“ spielen. Denn einige Marken werden sehr prominent als Eigenmarken kommuniziert und andere eben nicht.

Mann hält ein Fragezeichen vor den Kopf
StunningArt / Shutterstock.com

Amazon Basics, Amazon Kindle, Amazon Fire, Amazon Echo – dies alles dürften Marken sein, die die meisten Kunden und sicher alle direkten Konkurrenten von Amazon kennen. Amazon vermarktet die entsprechenden Produkte sehr wirksam und „laut“; zum Beispiel mithilfe großer Banner, prominent platzierter Anzeigen, eigener Radiospots oder massentauglicher Werbevideos.

Doch die genannten Marken sind nur ein Bruchteil jener riesigen Markensammlung, die Amazon sein Eigen nennen kann.

Viele Amazon-Marken unter dem Radar

Was für konkurrierende Unternehmen aber zunehmend schwieriger werden dürfte, ist der Fakt, dass viele Marken von Amazon auf den ersten (oder zweiten) Blick gar nicht als Amazon-Eigenmarken erkennbar sind. Amazon verpasst ihnen ein eigenes Design und einen eigenen Markenauftritt. Und ab und zu werden solche Marken dann auch klammheimlich einfach auf den Markt geworfen – als wäre nichts gewesen.

Dann werden die Marken beworben, eine Markenhistorie wird aufgebaut und kaum hat man sichs versehen, sind diese Label etabliert. Ohne, dass viele Anbieter das überhaupt auf dem Schirm hätten. Und sind wir mal ehrlich: Wenn Brancheninsider Schwierigkeiten haben, den Überblick zu behalten, dann dürften viele Kunden damit auch noch größere Schwierigkeiten haben.

Kindermodemarke Red Wagon – Ein Auftritt ohne Amazon-Bezug

Während viele Amazon-eigene Marken, wie zum Beispiel die Lebensmittel-Marke Happy Belly oder auch das Haushalts-Label Presto mit dem Hinweis „Amazon-Marke“ klar gekennzeichnet sind, fehlt diese Markierung bei anderen Beispielen. Bei der Modemarke Meraki oder der Unterwäschemarke Iris & Lilly dürften Kunden Schwierigkeiten haben, das Angebot als Amazon-eigen zu identifizieren.

Jüngst stolperte ich beispielsweise auch über Kindermode, die unter dem Label „Red Wagon“ verkauft wird. In der Produktbeschreibung selbst wurde nicht erwähnt, dass Amazon mit dieser Marke etwas zu tun hat. Auch auf entsprechenden Bannern wird kein Bezug hergestellt.

Screenshot eines Werbebanners von Amazon
© Amazon

Auf Nachfrage der Redaktion bestätigte allerdings eine Unternehmenssprecherin, dass es sich um eine Eigenmarke handelt: „Wir können bestätigen, dass Red Wagon Teil des Private Brand Portfolio von Amazon Fashion ist. Die Marke wurde bereits vor einiger Zeit gelauncht und aufgebaut. Wir sind immer auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten und lernen vom Feedback unserer Kunden, um unser Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Auch hier wird wieder deutlich: Amazon wächst und wächst und wächst – an vielen Stellen auch, ohne dass wir es merken. Mit dieser Strategie erreicht Amazon dann eben nicht nur jene Menschen, die auf die Kompetenz und Qualität der hauseigenen Produkte setzen, sondern auch jene Käufer, die es eigentlich nicht unbedingt auf Hausmarken abgesehen haben und nichts von dem Riesen vermuten, der hinter solchen Labels steckt.

/ Geschrieben von Tina Plewinski