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Statt die eigenen Strukturen und Sortimente mühsam auszubauen, scheint sich Amazon zunehmend auch auf fremde Strukturen zu stützen. Das erinnert ein wenig an die Methode der Borg – dürfte aber funktionieren.

Star-Trek-Logo an einem Oberteil
weberjake / Shutterstock.com

Amazon arbeitet weiter an der eigenen Expansion. Und zwar nicht nur im Heimatmarkt USA, sondern auch auf dem europäischen Parkett: In Frankreich hat der US-Riese nun seine Partnerschaft mit „Casino“, einem französischen Supermarktbetreiber, ausgebaut. Laut Handelsblatt bringt die Vertiefung der Kooperation einige Vorteile mit sich:

In rund 1.000 Märkten, die von Casino betrieben werden, sollen Paket-Abholstationen aufgestellt werden. Zudem sollen unter anderem die Casino-Produkte verstärkt über Amazon vertrieben werden.

Amazon wiederholt erfolgreiche Projekte

Wem das irgendwie bekannt vorkommt, der hat absolut recht: Vor einiger Zeit hatte Amazon die US-amerikanische Bio-Supermarktkette Whole Foods übernommen. Auch in diesem Fall zielte die Übernahme auf einen erheblichen Mehrwert für Kunden ab: In den Filialen gab’s später besondere Aktionen für Prime-Mitglieder, vor den Supermärkten wurden zum Teil ebenfalls Paket-Abholstationen eingerichtet und auch online wurden die Whole-Foods-Produkte ins Prime-Sortiment integriert.

In Frankreich wiederholt Amazon quasi die erfolgreichen Entwicklungen aus den USA. Denn dort haben Studien ergeben, dass die entsprechenden Paketkästen Kunden zu deutlich mehr Spontankäufen verführen.

Amazon assimiliert – das spart Ressourcen

Und die Moral von der Geschicht’? – Amazon scheint entdeckt zu haben, dass es sich durchaus lohnen kann, nicht immer nur eigene, neue Strukturen aufzubauen, sondern bestehende Strukturen von Dritten zu nutzen. Und zwar unabhängig davon, ob es sich nun direkt um eine Übernahme oder „nur“ eine Kooperation handelt.

Das Konzept kennt man… zum Beispiel aus dem Star-Trek-Universum, in dem die sogenannten „Borg“ andere Spezies assimilieren – also quasi okkupieren und in die eigenen Strukturen integrieren.

 

via GIPHY

Das spart nicht nur massiv Zeit, sondern natürlich auch Geld. Und bringt den Vorteil, dass man auf erfolgreiche Strukturen und Konzepte anderer zurückgreifen kann.

Supermärkte als neue Expansionsgrundlage

Gerade im stationären Handel müsste Amazon einiges an Geld investieren, um eigene Supermärkte aufzubauen. Werden allerdings entsprechende Partnerschaften oder Übernahmen genutzt, sind nicht nur die Flächen, sondern zum Teil auch Personal, Sortimente, Lieferanten, Marketingstrategien und Stammkunden vorhanden. – Summa summarum also eine absolut sinnvolle Strategie für Amazon. Zumal das Unternehmen die nötigen Ressourcen hat, um solche Projekte auch wirklich erfolgreich zu machen.

Sollte Amazon diese Entwicklungen weiter vorantreiben und großflächiger auch in andere Länder bringen, müssen sich stationäre Händler und Supermärkte warm anziehen (oder auf eine Zusammenarbeit hoffen).

/ Geschrieben von Tina Plewinski