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Der Amazon Prime Day 2019 scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Neben zahlreichen Mitarbeiter-Streiks und Protesten von Umweltaktivisten hatte der Konzern außerdem mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Traurige Amazon Kartons
SCOOTERCASTER/shutterstock.com

In diesem Jahr gibt es den größten Amazon Prime Day bislang: 48 Stunden können sich die Prime-Mitglieder schwindelig shoppen und von zahlreichen Angeboten und Deals profitieren. Mit dem Start der Rabattschlacht dürfte Amazon allerdings alles andere als zufrieden sein. Erneut kam es zu technischen Schwierigkeiten. Wie zahlreiche Kunden auf Twitter berichteten, konnten über einen gewissen Zeitraum keine Artikel dem Warenkorb hinzugefügt werden.

Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass der US-Konzern mit derartigen IT-Problemen zu kämpfen hat. Zum Start des Prime Days 2018 schmierten sogar die Server ab, sodass Kunden nur Bilder von traurigen Hunden mit entsprechenden Fehlermeldungen zu Gesicht bekamen statt die erhofften Deals.

Streiks in Deutschland, Großbritannien und den USA

Zusätzlich haben sich zahlreiche Amazon-Mitarbeiter eine der traditionsgemäß stressigsten Zeiten für Streiks ausgesucht. In sieben Amazon-Standorten in Deutschland (u.a. Leipzig, Bad Hersfeld, Werne und Koblenz) legten mehrere Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Verdi hatte laut Spiegel Online zur Protestaktion unter dem Motto „Kein Rabatt mehr auf unsere Einkommen“ aufgerufen, um abermals die Forderung nach einem Tarifvertrag zu verstärken. Auch im Fulfillment Center in Minnesota, USA, wurden für den 15. Juli Streiks angekündigt. Es ist die erste Protestaktion der Lager-Arbeiter in den USA an einem der Hauptshoppingtage des Online-Händlers.

Und auch Großbritannien reiht sich in die Liste der Länder mit protestierenden Mitarbeitern ein. In den Versandzentren in Rugeley, Swansea, Peterborough, Warrington, Coventry, Doncaster und Milton Keynes will die britische Gewerkschaft GMB mit einem mehrtägigen Streik auf die gefährlichen Zustände und Arbeitsbedingungen in den Lagern aufmerksam machen, so edelivery.

Greenpeace kämpft gegen die Retourenvernichtung

Aber nicht nur die Amazon-Mitarbeiter nutzen den Prime Day für ihre Aktionen. Auch die Umweltorganisation Greenpeace schaltete sich jetzt mit einer Demonstration in die Debatte um die Retourenvernichtung bei Amazon ein. Bereits am Sonntagabend kletterten rund 40 Greenpeace-Aktivisten auf das Dach des Amazon-Gebäudes in Winsen. Mit Bannern und einem 27 Meter langen Schriftzug „Für die Tonne“ aus Versandkartons protestierten sie gegen die massenhafte Vernichtung zurückgeschickter Produkte beim Online-Giganten.

Wie Futurezone schreibt, wolle Amazon rechtliche Schritte gegen die Organisatoren der Demo prüfen. Es habe sich hierbei um einen illegalen Protest gehandelt, der Beteiligte und Mitarbeiter gefährde, so die Begründung Amazons.

Netzgemeinde ruft zum Boykott auf

Und auch in den sozialen Netzwerken richtete sich Protest gegen den Prime Day. So riefen einige Twitter-Nutzer zum Boykott des Schnäppchentages auf, man wolle sich so mit den streikenden Arbeitern solidarisieren.

Ob die verschiedenen Aktionen tatsächlich Wirkung zeigen und Amazon zum Umdenken anregen, wird sich zeigen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming