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Mitarbeiter von Whole Foods kritisieren eine kontinuierliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, seitdem Amazon das Unternehmen übernommen hat.

Amazon Locker im Whole Foods
NYCStock/Shutterstock.com

Während des Prime Days sah sich Amazon mit Streiks quer über die Welt konfrontiert, einmal mehr ging es um höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Aus den USA kommt nun ein weiterer Bericht über schlechte Bedingungen und zwar von Whole-Foods-Mitarbeitern. Vor zwei Jahren hatte Amazon die Supermarktkette übernommen, zufrieden sind die Mitarbeiter damit aber offenbar nicht. Gegenüber dem Guardian berichten diverse Mitarbeiter, dass sich die Arbeitsbedingungen seit der Übernahme teils enorm verschlechtert hätten.

24 Mitarbeiter, die in mehreren US-Märkten von Whole Foods arbeiten, kritisieren unter anderem Budget-Kürzungen, Unterbesetzung und den Druck, sowohl Prime-Deals als auch -Mitgliedschaften an die Kunden zu bringen. Es habe eine stetige Aufweichung der Unternehmenskultur stattgefunden, das Umfeld sei fordernder geworden. Die Mitarbeiter, die aus Sorge um Sanktionen nicht beim Namen genannt werden wollen, beschreiben gegenüber dem Guardian ausführlich, in welcher Form sich das Arbeitsklima verschlechtern habe. „Amazon hat das Unternehmen so sehr verändert, dass ich Whole Foods kaum noch wieder erkenne“, sagt etwa ein Mitarbeiter aus Kalifornien. Es jage ihm jeden Tag Schauer über den Rücken, wenn er sehe, wie Whole Foods mit Amazon-Produkten „bombardiert“ werde.

Whole Foods als „Untergebener von Amazon“

Eine Gruppe von aktuellen und früheren Mitarbeitern charakterisierte in einer Mail an die Belegschaft am 21. Juni Whole Foods als „Untergebenen von Amazon“. Mitarbeiter seien vornehmlich dafür zuständig, Prime-Mitgliedschaften zu verkaufen. Kassierer würden darauf trainiert, jeden Kunden zu fragen, ob er Prime habe. Es sei das Ziel von Amazon, dass 35 Prozent der verkauften Produkte Amazon-Prime-Verkäufe werden. So klingen viele Klagen der Mitarbeiter. Der Fokus liege auf Amazon-Produkten, Kundenservice werde zweitrangig behandelt.

Mehrere Mitarbeiter haben angegeben, dass unterbesetzte Märkte die neue Norm seien. Die Stunden von Vollzeitkräften seien von 40 auf 35 reduziert worden – mit der Einführung des Mindestlohns von 15 US-Dollar wurden sie dann wieder auf 37 erhöht. Gehaltserhöhungen, die mit der Einführung des Mindestlohns einhergingen, würden damit aber wieder nichtig gemacht, so der Guardian. Generell würde das Aufgabenpensum steigen, die Arbeitsstunden aber reduziert.

Eine Stellungnahme von Amazon fehlt bislang, ein Whole-Foods-Sprecher teilte gegenüber dem Guardian lediglich mit, dass die Mitarbeiter „das Herz“ von Whole-Foods-Märkten seien und dementierte eine Reduzierung der Arbeitsstunden mit der Einführung des Mindestlohns.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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