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Amazon und Soldaten – eine sonderbare Kombination? Eigentlich nicht!

Soldat in Uniform auf einem Berg
crazystocker / shutterstock.com

Eine besondere Personalstrategie von Amazon sorgte sowohl in der Vergangenheit als auch in den vergangenen Tagen wieder für Aufsehen: Der Konzern sucht regelmäßig nach Soldaten, Offizieren und ehemaligen Militär-Mitgliedern, um das eigene Team zu verstärken. Was auf den ersten Blick vielleicht kurios erscheinen mag, zeigt jedoch, dass Amazon genau weiß, was es will – und wie gut durchdacht das hauseigene Personalkonzept ist.

Kritik kratzt häufig nur an der Oberfläche

Kritiker könnten meinen, dass Amazon mit der Einstellung von Ex-Soldaten seinem Ruf als rigoroser Arbeitgeber gerecht wird und auf diesem Weg eine Möglichkeit schafft, die Disziplin und Effizienz der Teams durch knallharte Fachkräfte weiter zu steigern. Und das dürfte zum Teil auch stimmen: Wer als leitende Kraft beim Militär gearbeitet hat, dürfte kaum Schwierigkeiten haben, Teams mit straffer Hand zu führen und sich durchzusetzen.

Allerdings wäre die bloße Kritik an dieser Strategie viel zu kurz gedacht. Denn viele Soldaten und Ex-Militärs können Erfahrungen, Skills und Kompetenzen vorweisen, die viele andere nicht mitbringen. Teamzusammenhalt und Gemeinschaftssinn sind wichtige Faktoren, die nicht nur im Militär, sondern auch in anderen (wirtschaftlichen) Bereichen von essenzieller Bedeutung sind. Hinzu kommen Faktoren wie Stressresistenz oder strukturiertes Arbeiten: Wenn gegen Ende des Jahres in den Logistikzentren von Amazon der weihnachtliche Stress ausbricht, dürften Mitarbeiter mit solchen Kompetenzen unersetzlich sein.

Und auch die Einhaltung von unternehmensinternen Hierarchien, eine ausgeprägte Selbstmotivation sowie ein eigener Antrieb dürften Eigenschaften sein, die viele ehemalige Soldaten und Offiziere aus dem Militärleben mitgenommen haben: Aufgeben, weil ein Projekt mal schief geht, dürfte unter ehemaligen Militärs dann eben auch die Ausnahme sein.

Amazon denkt langfristig

„Die Einstellung von Personal aus dem Militär ist Bestandteil unseres Plans, die Führungskräfte der Zukunft zu finden“, zitiert die Frankfurter Allgemeine aus Amazons Stellenbeschreibung. Damit zeigt das Unternehmen bereits, dass es sich hierbei nicht um eine kurzfristige Schnellschuss-Strategie handelt, sondern dass man die Rekrutierung von Militärangehörigen als langfristige Investition in die Zukunft sieht. Man habe bereits gute Erfahrungen machen können – besonders die technischen und logistischen Fähigkeiten von Soldaten könnten demnach auch überzeugen.

Dass die Militär-Strategie im Personalbereich durchaus erfolgversprechend ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass auch andere Unternehmen längst auf den militärischen Trichter gekommen sind. Unternehmen wie BMW, Aldi oder die Deutsche Bahn haben in der Vergangenheit ebenfalls gezielt nach ehemaligen Soldaten Ausschau gehalten. Was also zunächst kurios klingt, gestaltet sich in der Praxis also als vielversprechende Personallösung.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


Kommentare

#1 PW 2019-08-14 15:28
Da kann ich nur lachen. Im Schweizer Bankwesen war vor 30 Jahre das genau auch so und die Banken sind schnell wieder davon abgekommen. "Militärs" haben oft soziale Defizite, die früher oder später in Führungspositio nen Probleme verursachen. Ausserdem werden im Militär höhere Ränge auch nur durch Dienstjahre vergeben, und nicht durch besondere Qualitäten.



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