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Amazon will mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen. Doch dieser Schritt ist nicht wirklich innovativ, sondern eher längst überfällig.

Recycling-Symbol
weedezign / Shutterstock.com

Dass einige Unternehmen aus dem Online-Handel massenhaft (neuwertige) Produkte vernichten, ist ein starkes Stück! Vollkommen zu Recht sind Verbraucher und Politiker vor einigen Wochen Sturm gelaufen, als bekannt wurde, dass Amazon jeden Tag Produkte im Wert von zehntausenden Euro vernichtet – darunter allerdings nicht nur defekte oder unbrauchbare Waren, sondern teils auch neuwertige Produkte.

„Aus großer Macht…“

In Zeiten von massiver Umweltverschmutzung, in denen Öl- und Müllteppiche auf den Meeren treiben, in denen Millionen Tiere aufgrund von Verschmutzung sterben, in denen nicht nur in der tiefsten See, sondern auch an den entlegendsten Gebieten der Welt – wie zum Beispiel im (nicht ganz so) ewigen Eis der Arktis – und sogar im Körper des Menschen Plastikteilchen gefunden wurden, dürfte kaum etwas eine höhere Priorität haben als die Rettung der Erde.

Und dabei sollte jeder Mensch und jedes Unternehmen einen Anteil tragen. „Aus großer Macht folgt große Verantwortung“, heißt ein Zitat aus der berühmten Marvel-Comicreihe Spiderman. Und dieses Zitat ist relevanter denn je. Ein Unternehmen wie Amazon, das jedes Jahr Milliarden umsetzt, sollte sich seiner Verantwortung gegenüber der Welt auch stellen und möglichst nachhaltig agieren.

Amazon will Produkte spenden

Umso positiver war es zu hören, dass sich Amazon dazu entschlossen hat, Produkte aus seinem FBA-Bereich, die sich nicht mehr verkaufen lassen, an wohltätige Organisationen zu spenden und sie eben nicht mehr zu vernichten. Ein Schritt, der einerseits dem Image von Amazon helfen dürfte, auf der anderen Seite aber auch zwingend notwendig war.

In der Branche wird die Vernichtung von Produkten derweil unterschiedlich gesehen. Unternehmen wie Otto lassen verlauten, dass sie kaum Produkte vernichten – ein paar Tausende im Jahr. Mehr nicht. Und auch nur im allergrößten Notfall. Andere Branchenplayer spenden bereits seit Jahren. Wieder andere verweisen darauf, dass das Spenden nicht nur einen höheren personellen und ressourcentechnischen Aufwand verursacht, sondern sich auch finanziell in manchen Fällen nicht lohnt, da etwa durch steuerliche Regelungen Mehrkosten anfallen.

An dieser Stelle ist natürlich definitiv die Politik gefragt, die jene Online-Händler fördern sollte, die sich dazu bereit erklären, Produkte zu spenden, statt sie im Müll enden zu lassen. Entsprechende Forderungen von Verbraucherschützern wurden bereits laut.

Umweltschutz darf nicht verhandelbar sein!

Über kurz oder lang wäre es eine Erleichterung, wenn sich Unternehmen nicht mehr mit ihrem umweltfreundlichen Verhalten rühmen und sich auf ihre imaginären Konzern-Schultern klopfen lassen wollen, sondern wenn Umweltschutz derart zur Normalität und moralischen Verpflichtung werden würde, dass eher ein Fehlverhalten die Ausnahme wäre. Umweltschutz darf keine Option, sondern sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


Kommentare

#1 Lux 2019-08-22 14:51
"Warum spenden die das nicht?" wird immer wieder gefragt.
Das Thema Spenden von Produktresten wird meiner Ansicht nach stark überschätzt. Die Leute die von so was reden, denken vermutlich an die Vernichtung von hochwertigen, funktionierende n Produkte, die jeder gebrauch kann. Wie einen neuen Markenkühlschra nk mit einem Kratzer. Das ist aber bei diesem Thema nicht die typische Realität. Da bleiben z.B. von einem T-Shirt von dem 50.000 Stück für eine große Kette produziert wurden, 1500 Stück in Gr. XS, mit einem hässlichen Motiv übrig. Oder Artikel mit schlechter Passform. Oder, oder, oder ... Das sind die typischen Fälle von Resten.

Wem soll man so was spenden? Oder anders Formuliert wenn soll man mit solchen Dingen zumüllen und dafür auch noch MwSt. abführen?



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