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Eigentlich ist es ein feierlicher Anlass: Prime, der kostenpflichtige Dienst aus dem Hause Amazon, feiert seinen 10. Geburtstag. In der vergangenen Dekade soll der Konzern bereits zig Millionen Verbraucher vom Kundenbindungsprogramm überzeugt haben. Doch anstatt einen Einblick in die Erfolge und Pläne des Services zu bieten, gibt sich der Vize-Verantwortliche für Prime, Greg Greeley, extrem wortkarg. Diese „Sprachlosigkeit“ dürfte viele Interessierte missgestimmt zurücklassen.

Ruhe: Finger am Mund
© peshkova - Fotolia.com

Amazon Prime: Interview zur Feier des Tages

Interviews sind ein Mittel der Werbung. Mit dieser Form von Content können Unternehmen auf sich aufmerksam machen, sich ins rechte Licht rücken, Kontakt zu Lesern, Kunden oder Fans aufnehmen… Interviews bieten alles in allem eine hervorragende Möglichkeit der Selbstpräsentation. Doch dies schien dem Vize-Verantwortlichen für das Amazon Prime-Programm Greg Greeley offenbar nicht klar gewesen zu sein. Oder es war ihm egal. Jedenfalls dürfte er viele interessierte Leser äußerst unzufrieden zurückgelassen haben.

 

Doch zum Anfang: Amazon Prime feiert dieser Tage 10-jähriges Bestehen. Dies gab Anlass, dass sich Greg Greeley aus der Amazon Prime-Führungsriege zu einem Interview mit dem Wall Street Journal bereit erklärte. Natürlich bietet das Kundenbindungsprogramm jede Menge Gründe für Amazon, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Schließlich hat es der Konzern geschafft, eine gigantische Anhängerschaft für sich zu gewinnen.

Kundenbindung mit Amazon Prime? Ziel erreicht!

Aktuelle Schätzungen gehen von rund 40 Millionen Prime-Mitgliedern auf der ganzen Welt aus. Und diese Kunden dürften sich mehr als rentieren: Einerseits zahlen sie einen jährlichen Beitrag, um den schnellen Premium-Versand und diverse Online-Services wie Streaming und Cloud-Dienste zu nutzen. Andererseits zeigen Studien, dass Prime-Kunden fast drei mal so viel Zeit auf der Amazon-Plattform verbringen wie Nutzer, die nicht am Programm teilnehmen. Die Kundenbindung funktioniert also.

 

Anstatt sich jedoch bezüglich des aktuellen Standes und Strategien ein wenig in die Karten schauen und die Welt am Erfolg teilhaben zu lassen, setzt Amazon weiter auf Schweigsamkeit. Selbst im Interview. Einige Beispiele…

Amazon im Interview: Man werde sich nicht äußern. Über nichts!

Greg Greeley wollte die tatsächliche Zahl der Amazon Prime-Kunden nicht verraten. Das würde der Konkurrenz in die Hände spielen. Auch auf die Frage, ob Amazon an den Mitgliedschaftbeiträgen verdient, gab es keinen Kommentar. „Natürlich nicht“. Ebenso unbeantwortet blieb die Frage nach der Fluktuationsrate der Prime-Kunden. Und der zukünftigen Strategien. Gleiches galt für die Frage nach einer umfänglichen Verknüpfung von Marketplace-Produkten und Prime. Kein Kommentar!

 

Welche Informationen man als Leser letztendlich aus dem Interview mitnahm? – Amazon möchte immer nur das Beste für seine Kunden. Möchte, dass sie von Innovationen profitieren. Doch wirklich neue Details, nähere Informationen, Einblicke in die Zukunft oder Hinweise auf geplante Projekte werde der Konzern nicht erteilen. Man lässt sich eben nicht in die Karten schauen.

 

Der geneigte Leser dürfte sich fragen, wozu es dann eines solchen Interviews bedarf. Nichtsdestoweniger: Herzlichen Glückwunsch, Amazon Prime!

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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