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Eine britische Anwaltskanzlei warnt ihre Mitarbeiter: Sprachassistenten im Homeoffice können gefährlich sein und müssen deshalb weg.

Alexa
Zapp2Photo/Shutterstock.com

Viele Unternehmen können ihre Mitarbeiter in der Coronakrise von zu Hause arbeiten lassen. Doch dabei tauchen auch neue Herausforderungen auf, etwa die smarten Assistenten zu Hause wie Alexa, Cortana und Co. Wegen der potenziellen Gefahr des Mithörens hat die britische Anwaltskanzlei Mishcon de Reya ihre Mitarbeiter aufgefordert, die Geräte für die Arbeitszeit zu verbannen, wie Bloomberg berichtet.

Kanzlei will Alexa nicht im Homeoffice haben

Die Gespräche zwischen Anwälten und Klienten können sich um höchst sensible Informationen drehen, daher ist erhöhte Vorsicht angebracht. Die Kanzlei Mishcon de Reya, die unter anderem Prinzessin Diana bei ihrer Scheidung beraten hat, fordert ihre Mitarbeiter daher auf, alle smarten Assistenten wie Alexa oder Cortana aus ihren Zimmern zu entfernen oder abzuschalten, wenn sie mit Mandanten sprechen. Dazu gehören aber auch Produkte wie Amazons Videoklingel Ring sowie Babyphones oder Überwachungskameras.

Die renommierte Kanzlei fürchtet, dass sich Hacker vor allem in billige und wenig gesicherte Geräte einklinken und sensible Informationen für kriminelle Aktivitäten ausnutzen. „Vielleicht sind wir ein wenig paranoid, aber wir müssen viel Vertrauen in diese Organisationen und diese Geräte haben“, erklärte Joe Hancock, der bei der Kanzlei für die Cybersicherheit zuständig ist. „Diese Risiken möchten wir lieber nicht eingehen.“ Auch an der US-Börse wurden für einige Trader extra Büros mit spezieller Sicherheitsinfrastruktur geschaffen, damit diese nicht von zu Hause aus arbeiten müssen. 

Geräte wie Amazons Alexa oder auch das smarte Türklingel-System Ring stehen immer wieder in der Kritik – wegen verschiedener Hackerattacken auf Ring-Nutzer läuft in den USA derzeit auch eine Sammelklage. 

/ Geschrieben von Markus Gärtner