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In der Vergangenheit äußerten einige Kritiker bereits mehrfach die Forderung, dass Amazon zerschlagen werden soll. Nun kommt diese Forderung allerdings aus einer doch recht unerwarteten Richtung.

 

Tesla-Chef Elon Musk
Phil Stafford / Shutterstock.com

Bahnt sich da ein Machtkampf der Tech-Giganten an? Man könnte es vermuten. Denn kein Geringerer als Elon Musk hat nun die Zerschlagung von Amazon gefordert. Obwohl er erst vor wenigen Tagen bekannt gab, sich eine Weile aus den Sphären des Kurznachrichtendienstes Twitter zurückzuziehen, schrieb er nun in einem Tweet: „Es ist Zeit, Amazon zu zerschlagen. Monopole sind falsch.“

Musk ist ein großer Unternehmer unserer Zeit

Musk selbst ist eine durchaus beeindruckende, wenn auch nicht unumstrittene Figur in der Branche: Der Unternehmer und Multimilliardär setzt mit seiner Automobilmarke Tesla neue Standards im Bereich der E-Autos, will einen Tunnel unter den USA bauen und hat sich mit seiner Firma Space X zum Ziel gesetzt, das Weltall zu erobern, wie auch in dem Porträt auf OnlinehaendlerNews zu lesen ist.

Mit Blick auf die Schaffenskraft, den Innovationsgeist und den Drang nach Großem kann sich Elon Musk also durchaus mit dem Amazon-Gründer Jeff Bezos messen. Dass Musk nun – aus der Kalten heraus – mit der Forderung nach einer Zerschlagung Amazons um die Ecke kommt, dürfte viele erstaunen. Allerdings konkurrieren die beiden Unternehmer in einigen Bereichen (wie etwa den Weltraum-Missionen) miteinander, wodurch sich ein anbahnender Kampf ablesen lassen könnte.

Was hat Musk mit Verschwörungs-Autor Alex Berenson zu tun?

Die Forderung nach einer Amazon-Zerschlagung postete Musk unter eine Mitteilung des Verschwörungs-Autors Alex Berenson. Dieser war zuletzt durch seine kritische Einstellung gegenüber den weltweit einschränkenden Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie aufgefallen und hatte damit selbst wiederum massive Kritik auf sich gezogen. 

„Entgegen aller medizinischen Erkenntnisse über das Coronavirus hält Berenson die Gefahr durch das Virus für völlig überschätzt und vermutet sinistre politische Motive hinter den Ausgangssperren – für rechte Kreise in den USA ist er damit zum Liebling geworden“, schreibt das Handelsblatt. Eine ähnliche Meinung hatte auch Musk bereits offen verlauten lassen und die wichtigen Maßnahmen etwa als „faschistisch“ bezeichnet.

Verschwörungsbuch als Anstoß des Streits

Alex Berenson hatte nun vor, ein Buch über Amazons hauseigenes Verlagsprogramm „Kindle Direct Publishing“ zu veröffentlichen: „Verheimlichte Wahrheiten über Covid-19 und Ausgangssperren“ sollte es heißen. Allerdings unterband Amazon die Veröffentlichung mit dem Hinweis, dass der Inhalt gegen die Nutzungsbedingungen von Amazon verstoße. Den Rückschlag tat Berenson dann kehrtwendend über Twitter kund und sprach dabei von Zensur. Musk wiederum schaltete sich daraufhin mit der Forderung nach einer Zerschlagung von Amazon in den Zwist ein und schrieb außerdem „Das ist verrückt, Jeff Bezos“.

Warum Elon Musk genau gegen Bezos stichelt, ob es tatsächlich im Konkurrenzkampf begründet ist oder einfach an der Streitlustigkeit von Musk liegt, lässt sich nur mutmaßen. Allerdings sind bereits in der Vergangenheit immer wieder mal Rufe nach einer Zerschlagung von Amazon laut geworden. Mit gemischten Reaktionen. Eine mögliche Zerschlagung würde auch jede Menge Fragen aufwerfen.

/ Geschrieben von Tina Plewinski





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