Amazon muss nach einer Petition die Diskriminierung von Mitarbeitern bei seiner Cloud-Sparte AWS untersuchen.

Figuren Diskriminierung
Andrii Yalanskyi / Shutterstock.com

Bei Amazon Web Services (AWS) gebe es „eine zugrunde liegende Kultur der systemischen Diskriminierung, Belästigung, Mobbing und Voreingenommenheit“ – das sind die Vorwürfe, deren Untersuchung rund 550 Mitarbeiter des Cloud-Dienstes in einer Petition unterstützen. Jetzt musste Amazon reagieren und will die Fälle unter die Lupe nehmen, wie die Washington Post, die Amazon-Chef Jeff Bezos gehört, berichtet.

Homophobie bei Amazon?

Die Petition geht vor allem auf einen Vorfall samt Klage im Mai 2021 zurück. Dabei wirft die homosexuelle AWS-Führungskraft Cindy Warner einem AWS-Manager vor, homophobe Kommentare gemacht zu haben. Als sie den Fall bekannt machte, sei sie aus Rache gefeuert worden, so ihr Vorwurf. Amazons Umgang mit Diskriminierung sei „nicht fair, objektiv oder transparent“, heißt es. Das System schütze das Unternehmen und den Status quo – statt die Mitarbeiter, die sich beschweren, so die Kritik. Auch andere Mitarbeiter hätten über Diskriminierung geklagt. So hatte etwa eine schwarze AWS-Managerin im März 2021 Klage wegen Diskriminierung gegen Amazon eingereicht.

Externe Firma soll Mobbing-Fälle bei Amazon untersuchen

Der neue AWS-Chef Adam Selipsky hat nun eine externe Firma beauftragt, um die Vorwürfe zu untersuchen. „Ich teile Ihre Leidenschaft dafür, sicherzustellen, dass unser Arbeitsplatz inklusiv und frei von Vorurteilen und unfairer Behandlung ist“, sagte er dazu. Die Petition setzt sich neben der Untersuchung der Mobbing-Vorwürfe auch für die Schaffung eines Mitarbeiterrates ein, der mit den externen Ermittlern zusammenarbeitet. Amazon bzw. die Firma soll die Untersuchung bis 30. Oktober abschließen und die Ergebnisse vorlegen, fordern die Unterstützer der Petition.

/ Geschrieben von Markus Gärtner




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