In Großbritannien sieht sich Amazon Streiks ausgesetzt – es geht ums Geld.

Amazon Distributionszentrum in Tilbury Essex
Andrius Remeikis / Shutterstock.com

Steigende Lebensmittelpreise, steigende Energiekosten, steigende Preise an den Tankstellen – diese Entwicklung belastet nicht nur deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch jene in Großbritannien. Und genau jene Teuerungen rund um Lebenshaltungskosten haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon im englischen Tilbury nun zum Anlass genommen, um zu streiken.

Amazon bietet 42 Cent mehr pro Stunde – Mitarbeiter empört

Hunderte Lagerarbeiterinnen und -arbeiter haben nach Informationen von Reuters Online ihre Arbeit jüngst niedergelegt, um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen und eine bessere Bezahlung zu fordern. GMB, eine der größten Gewerkschaften in Großbritannien, spricht von insgesamt 800 Beschäftigten, die am Standort im Südosten Englands am Mittwoch und Donnerstag ihre Arbeit niederlegten.

Grund für den Streik sei eine von Amazon angebotene Lohnanhebung in Höhe von 35 Pence (etwa 42 Cent) pro Stunde gewesen. GMB hoffe hingegen auf eine Anhebung der Löhne um zwei Pfund, die als Ausgleich für die gestiegenen Lebenshaltungskosten dienen sollen und darüber hinaus auch den Anforderungen der Tätigkeiten innerhalb des Logistikzentrums gerecht zu werden, heißt es weiter.

Forderung an Amazon: Löhne und Bedingungen „drastisch verbessern“

„Amazon lehnt es weiterhin ab, mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten, um bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne zu erreichen. Der wiederholte Einsatz von Kurzzeitverträgen zielt darauf ab, die Rechte der Arbeitnehmer zu untergraben“, so die Gewerkschaft laut Reuters. 

Das britische Portal Metro zitiert überdies Steve Garelick, den regionalen Organisator der Gewerkschaft GMB, der darauf verwies, dass Amazon „eines der profitabelsten Unternehmen der Welt“ sei: „Angesichts der steigenden Haushaltskosten ist das Mindeste, was sie tun können, eine angemessene Bezahlung.“ Auch könnten der Kritik zufolge das vermittelte Image des Konzerns und die Realität für die hauseigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „unterschiedlicher nicht sein. Sie müssen die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen drastisch verbessern“, heißt es weiter.

Auf Twitter gab er über Videoeinbindungen auch Einblicke in die Situation vor Ort:

Amazon habe verlauten lassen, dass das Einstiegsgehalt in Großbritannien auf mindestens 10,50 bis 11,45 Pfund in der Stunde steigen werde. Aktuell kann der Konzern im Land 70.000 Beschäftigte vorweisen.

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/ Geschrieben von Tina Plewinski




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