Trotz einer Lohnerhöhung haben Angestellte am Amazon-Standort in Winsen heute ihre Arbeit niedergelegt. Verdi hatte zum Streik ausgerufen.

Geld in Handschuh
John Kehly / Shutterstock.com

In schöner Regelmäßigkeit werden die Logistikzentren von Amazon hierzulande bestreikt. Aktuell trifft es den Standort Winsen. Hier haben rund 70 Angestellte am Mittwochmorgen ihre Arbeit niedergelegt und an einer Kundgebung teilgenommen. Zum Warnstreik aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi, sie fordert mehr Geld für die Arbeitnehmer.  

„Wir streiken, weil Amazon eine Lohnanpassung vorgenommen hat, die viel zu niedrig ist“, so eine Verdi-Vertreterin laut der DVZ. „Amazon zahlt jetzt 3 Prozent mehr, ohne mit der Gewerkschaft darüber zu verhandeln. Das reicht uns nicht.“ Besonders mit Blick auf die hohe Inflation seien die Anpassungen laut Verdi zu gering.

Amazon beruft sich auf Zuschüsse und Boni

Der Online-Händler selbst beruft sich auf die Lohnerhöhung, welche alle Angestellten erst im September erhalten haben. Auch am bestreikten Standort in Winsen wurden die Gehälter angehoben, hier beträgt der Einstiegslohn nun 12,59 Euro brutto pro Stunde. Amazon biete außerdem einen variablen Bonus an, nach zwei Jahren beim Konzern ließe sich so ein jährliches Bruttogehalt von rund 35.000 Euro verdienen, so ein Sprecher. 

Außerdem biete Amazon seinen Arbeitnehmern Extras, wie beispielsweise Zuschüsse für den ÖPNV und der betrieblichen Altersvorsorge sowie Weiterbildung an. Aktuell befinde man sich mit dem zuständigen Betriebsrat in Winsen im Austausch, so ein Sprecher des Konzerns.

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/ Geschrieben von Corinna Flemming