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Die erste offensichtliche Verknüpfung von Amazon mit dem Nachrichtenmagazin The Washington Post ist da: Prime-Kunden können nun das Digital-Angebot der Washington Post für sechs Monate kostenfrei lesen. Danach gibt es einen besonderen Rabatt.

Tablet auf einem Stapel Zeitungen
© Yeko Photo Studio - Fotolia.com

Die Washington Post hat, wie viele andere Zeitungen auch, eine sogenannte Paywall für sein Digital-Angebot eingerichtet. Das bedeutet, dass die Artikel der Zeitung im Internet nur gelesen werden können, wenn man ein monatliches Bezahl-Abo abschließt. Das Abo kostet für gewöhnlich 9,99 US-Dollar im Monat. Für Prime-Mitglieder gibt es nun aber besondere Konditionen – und damit wird die Verbindung der Washington Post zum Unternehmen von Jeff Bezos offensichtlich.

So können Prime-Kunden die Inhalte der Washington Post National Digital Edition für sechs Monate kostenfrei nutzen – und zwar unbegrenzt. Sie erhalten also kompletten Zugriff auf das Digital-Angebot der Zeitung. Und nach diesen sechs „Test-Monaten“ wartet ein besonderer Rabatt auf die Prime-Kunden: Anstatt der üblichen 9,99 US-Dollar zahlen sie nur 3,99 Dollar für das Abo. Das entspricht einer Ersparnis von monatlich 60 Prozent.

Erneuter Anreiz zur Prime-Mitgliedschaft

„Mit dem kostenfreien Zugriff durch das Prime-Angebot können wir Millionen Mitglieder nationsweit erreichen, die die Washington Post in der Vergangenheit vielleicht nicht gelesen haben“, kommentiert Steve Hills, President und General Manager der Washington Post. „Mit diesem besonderen Angebot können Prime-Mitglieder aus erster Hand erfahren, wieso mehr als 50 Millionen Menschen die Washington Post monatlich als ihre Quelle für Nachrichten wählen.“

Doch das Angebot kommt mit einem mehr als bitteren Beigeschmack, vor allem aus Sicht eines Journalisten: Durch das Angebot wird zum einen deutlich, wie sehr Amazon und die Washington Post verzahnt sind. Zum anderen offenbart sich hier wieder einmal ein Anreiz, sich für die Prime-Mitgliedschaft anzumelden. Anders gesprochen: Die Prime-Mitglieder sollen nicht nachvollziehen, wieso 50 Millionen Leser die Washington Post wählen, sondern diese 50 Millionen Washington Post-Leser sollen sich im besten Fall auch für das Prime-Programm anmelden.

Wie weit geht die Unabhängigkeit der Washington Post?

Dass Jeff Bezos die Washington Post vor zwei Jahren für 250 Millionen US-Dollar gekauft hat, darüber verliert Amazon im Übrigen nicht ein Wort. In der Pressemitteilung zum aktuellen Angebot heißt es lediglich, dass es sich bei der Washington Post um „ein mit Preisen ausgezeichnetes führendes Nachrichtenmagazin“ handelt, „dessen Mission es ist, Menschen zu verbinden, zu informieren und durch vertrauenswürdige Berichterstattung, tiefgreifende Analysen und Meinungen aufzuklären. Sie verbindet erstklassigen Journalismus mit der neuesten Technologie und Werkzeugen, damit Leser jederzeit und überall mit ihr interagieren können.“ Mit Jeff Bezos als Eigentümer dürfte es mit der Unabhängigkeit der Washington Post aber nicht allzu weit her sein.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers





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