Geklonte Stimmen, um den Film „Road House“ mit Jake Gyllenhaal fertigzustellen? Genau diesem Vorwurf sieht sich Amazon nun ausgesetzt.

Jake Gyllenhaal
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Es ist eines der Horrorszenarien, wegen denen im vergangenen Jahr in Hollywood gestreikt wurde: Was passiert, wenn KI genutzt wird, um urheberrechtlich geschützte Werke zu verändern oder fortzusetzen? Wegen eines solchen Falls muss sich Amazon bald vor Gericht verantworten. Wie die LA Times berichtet, soll der Konzern KI-Stimmimitationen genutzt haben, um den Film „Road House“ fertigzustellen. „Road House“ ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1989. Dessen Autor verklagt nun die MGM und die Amazon Studios wegen Urheberrechtsverletzung.

Dabei geht es nicht nur um geklonte Stimmen: 2021 hatte R. Lance Hill, Autor von „Road House“, eine Petition beim US-Urheberrechtsamt eingereicht, um die Rechte am Drehbuch des Originals zurückzubekommen. Amazon fielen die Rechte nämlich mit der Übernahme von MGM zu. Da sie aber im November 2023 ausgelaufen wären, wenn kein Film gedreht wird, sah sich der Konzern offenbar unter Zugzwang, der durch den Hollywood-Streik noch wuchs.

Amazon dementiert

Hill wirft Amazon nicht nur vor, Urheberrechtsansprüche ignoriert zu haben, sondern „extreme Maßnahmen“ ergriffen zu haben, um den Film fertigzustellen. Darunter auch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Mit der Klage will er die Veröffentlichung des Film-Remakes am 21. März blockieren.

Amazon weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Gegenüber The Verge erklärte Unternehmenssprecherin Jenna Klein, dass das Studio explizit angehalten sei, keine KI zu nutzen. Weiter sagt Klein: „Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt künstliche Intelligenz eingesetzt wurde, dann von den Filmemachern (bei der Bearbeitung früherer Versionen des Films) und nicht vom Studio, da dieses die redaktionelle Arbeit kontrollierte.“ Weitere Anschuldigungen in der Klage seien „kategorisch falsch“, heißt es weiter. Ob die Klage die Veröffentlichung des Films mit Hollywood-Star Jake Gyllenhaal tatsächlich blockieren kann, muss sich zeigen.

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Geschrieben von Christoph Pech




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