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Jeff Wilke, Leiter von Amazons Consumer Business, trat in Seattle vor etlichen Wirtschaftsbossen auf. Darin ging es unter anderem um das Investment von Amazon in den dortigen Campus. Auch sonst lobte Wilke Amazons Entwicklungen in Seattle in allen Belangen. Was er bei seiner Rede jedoch komplett außer Acht ließ, war die sogenannte New York Times-Kontroverse.

Skyline von Seattle

© kanonsky - Fotolia.com

Die Nachricht beherrschte vor nicht allzu langer Zeit tagelang sämtliche Schlagzeilen: Nach einem Bericht der New York Times soll der Online-Händler seine Mitarbeiter schikanieren – und das in einem nicht unerheblichen Umfang. Da war die Rede von 80-Stunden-Wochen, weinenden Mitarbeitern und gezieltem Mobbing. Auch deutsche Arbeitskräfte berichteten daraufhin von ähnlichen Erlebnissen.

Kurz darauf kehrte allmählich Ruhe ein. Nur das sogenannte „Toiletten-Desaster“ erinnerte noch einmal zum Teil an die vermeintlich chaotischen Zustände bei Amazon. Und wenn es nach dem Online-Händler geht, soll das Stillschweigen auch weiterhin so bleiben. Wie GeekWire berichtet, sprach Jeff Wilke, Leiter von Amazons Consumer Business, nun zum ersten Mal nach der sogenannten New York Times-Kontroverse zu den Wirtschaftsbossen des Internetriesen. Genau der richtige Zeitpunkt, um auf die Aufarbeitung der Problemfälle hinzuweisen. Doch dazu äußerte sich Wilke mit keiner einzigen Silbe.

Kein Kommentar zur New York Times-Kontroverse

Auch nach Anfrage von GeekWire, warum Wilke sich nicht zu der Kontroverse äußern wollte, meinte ein Sprecher, dass dieser dazu nichts zu sagen habe. Kurz darauf meldete sich Wilke doch noch selbst und kommentierte: „Wir hatten einen sehr spezifischen Grund für die Einladung und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Seattle. Das war das Wichtigste.“

Damit meinte er Amazons Investment in Seattle, was unter anderem vier Milliarden US-Dollar in den dortigen Campus umfasst. Mittlerweile umfasst die Bürofläche in Seattle unfassbare mehr als 900.000 Quadratmeter. Wilke wies zudem darauf hin, dass Amazon einer der größten Steuerzahler und Arbeitgeber in Seattle sei.

Amazon und seine Führungsprinzipien

Lediglich auf die häufig diskutierten Führungsprinzipien ging Wilke während seiner Rede ein und meinte laut GeekWire, dass diese „nicht nur Slogans auf motivierenden Postern innerhalb der Büroräume des Unternehmens seien, sondern auch tatsächlich dazu verwendet werden, um Diskurse, Prioritäten und Handlungen zu lenken.“

Ob sich die New York Times-Kontroverse im Sand verlaufen wird, kann durchaus angezweifelt werden. Gerade das gezielte Ignorieren könnte eher dafür sorgen, dass sich Amazon zukünftig noch einmal mit der Thematik in der Öffentlichkeit auseinandersetzen muss – ob der Online-Händler will oder von der Presse eher dazu gezwungen wird.

/ Geschrieben von Christian Laude





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