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Amazon setzt alles daran, um seinen Willen bei den Verlagen durchzubringen. Neben Hachette in den USA und Bonnier in Deutschland verhandelt Amazon inzwischen auch mit mehreren britischen Verlagen, die namentlich allerdings nicht erwähnt werden wollen. Dabei wird der amerikanische Online-Händler immer dreister mit seinen Forderungen.

© bibiphoto / shutterstock.com

Amazons neue Forderungen an die Verlage

Wie die FAZ herausgefunden hat, verlangt Amazon neben neuen Lieferverträgen auch das Recht, in Eigenregie Bücher auf Anfrage nachdrucken zu dürfen, sollte ein Verlag diese nicht mehr liefern können. Wie die Gewinnbeteiligung in solch einem Fall aussehen soll, ist unbekannt, aber man kann davon ausgehen, dass Amazon einen Großteil einbehalten wird. Gleichzeitig würde Amazon immer mehr Einfluss auf den Buchmarkt und die Verlage sowie deren Inventar und Marketing gewinnen.

Der Chefredakteur von The Bookseller, einem Branchenblatt für den Buchhandel, bezeichnete Amazons Vorgehen laut heise online als „Aufforderung zum Selbstmord“.

Die zweite Forderung von Amazon ist eine klare Vorteilsbeschaffungsmaßnahme. Demnach will das Unternehmen die Garantie der Verlage, dass diese Amazon eine Tiefpreisgarantie ihre Bücher versichern, sie also nirgendwo billiger anbieten, als dort – weder selbst noch über Drittanbieter. Zusammen mit dem kostenlosen Versand würde sich Amazon somit einen Wettbewerbsvorteil beschaffen.

Frankreich mit einem bahnbrechenden Gesetz

In Frankreich stehen die Verlage mit ihren Amazon-Problemen nun nicht mehr alleine da, sondern bekommen Hilfe von der Regierung. Diese hat eigens ein Gesetz verabschiedet, welches Amazon die Erlassung der Portokosten verbietet. Allerdings gibt es keine festgelegte Grenze, wie hoch oder eben niedrig diese sein dürfen. Zusätzlich gilt auch dort die Buchpreisbindung; alle zusätzlichen Kosten erhöhen automatisch den Preis der Bücher und sorgen für einen Wettbewerbsnachteil für Amazon.

Wie alles anfing

Vor einem Monat hatte Amazon damit angefangen, Bücher als „Geiseln“ zu nehmen, deren Auslieferung also absichtlich zu verzögern und bei bestimmten Verlagen Vorbestellungen nicht zu ermöglichen. All das sind Taktiken des Online-Händlers, um günstigere Konditionen für E-Books auszuhandeln, oder besser zu erzwingen.

Vor Kurzem äußerte sich Amazon zu den Vorwürfen der Verlage, seine Macht zu Missbrauchen und die Verlage zu erpressen. Das Unternehmen handle angeblich nur im Interesse der Kunden und würde allein für diese Vergünstigungen aushandeln wollen. Außerdem sei man sich keiner Schuld bewusst, da Bücher doch nur nicht ausgeliefert wurden, weil sie einfach nicht auf Lager waren. Verhandlungen mit Geschäftspartnern und Lieferanten seien zudem eine gängige Geschäftspraxis.

Fazit

Wie weit der Streit zwischen Amazon und den Verlagen der verschiedenen Länder noch eskalieren wird, bleibt abzuwarten. Doch anscheinend gibt es nur zwei Möglichkeiten, wie auf die Situation reagiert werden kann: Entweder geben die Verlage, genau wie Warner Bros. nach und beugen sich dem Druck des Online-Riesen oder sie bekommen Unterstützung von oberster Ebene, wie in Frankreich, sodass Amazon keine andere Wahl hat, als seine irrsinnigen Putsch-Versuche aufzugeben und sich wettbewerbsgemäß unter seinen Mitbewerbern einzuordnen.






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