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Der November ist vorbei und es wird Zeit für unseren Monatsrückblick. Und tatsächlich war wieder einiges los bei Amazon.

Fernglas

(Bildquelle Eye of the Beholder:hjl via Flickr, keine Änderungen, bestimmte Rechte vorbehalten)

Amazon macht Same Day Delivers kostenlos

Mitte des Monats schuf Amazon Tatsachen. In der ganzen Diskussion, ob Same Day Delivery sich auch wirklich lohnt und von den Kunden überhaupt angenommen wird, platze Amazon mit der Meldung, dass Prime-Kunden ab sofort bei einem Bestellwert von 20 Euro die taggleiche Lieferung kostenlos in Anspruch nehmen können. Mit dem Slogan „Morgens bestellt, abends geliefert.“ wirbt der Online-Riese für den neuen Service, der in 14 deutschen Städte bzw. Regionen verfügbar ist. Wer bis zu einem bestimmten Zeitpunkt bestellt, erhält die Ware abends zwischen 18 und 21 Uhr geliefert – und das sogar am Samstag. Wer bisher kein Prime-Kunde ist, kann die taggleichen Lieferung auch nutzen. Allerdings fallen dann 9,99 Euro pro Bestellung an.

Deutschlandstart: Amazon Prime Music

Während vor allem die schnelle Lieferung oft ein Argument für die Prime-Mitgliedschaft bei Amazon ist, dürfte der neu gestartete Musik-Streaming-Dienst Prime Music eher als kleines Goodie angesehen werden. Amazon-Kunden haben seit Anfang des Monats Zugriff auf rund eine Million Songs, die sie kostenlos streamen können. Allerdings seien die Songs mindestens ein halbes Jahr alt. Deutsche Nutzer können sich dabei über die "beste Musik von deutschsprachigen und internationalen Künstlern wie Andreas Bourani, Helene Fischer, Cro, Udo Jürgens, Andreas Gabalier sowie Meghan Trainor, U2, Beyoncé und Bruce Springsteen” freuen. Auch wenn die Musik auch offline gespeichert werden kann, stellt Amazon Prime Music jedoch keine Konkurrenz für Spotify und Co. dar.

Amazon eröffnet ersten stationären Buchladen

Was Amazon zum traditionellen Buchhändler immer gefehlt hat, war ein eigener Buchladen. Dieser Makel wurde jetzt beseitigt, denn der Online-Riese hat Anfang November in Seattle seinen ersten stationären Buchladen eröffnet. Und tatsächlich hat sich Amazon viel Mühe gegeben, den Laden gemütlich zu machen – hohe Holzregale, Leseecken und Bücher ohne Ende. Preistechnisch will Amazon seinen stationären Kunden denselben Service bieten wie den Online-Kunden. Aus diesem Grund gibt es bei Amazon keine Preisschilder – weder aus Papier, noch digital. Kunden müssen stattdessen auf ihre Smartphones bzw. Amazon-Apps zugreifen, um die Bücher zu scannen und die jeweiligen Preise zu erfahren. Als Alternative stehen Barcode-Scanner in der Buchhandlung bereit. Die Kunden zeigen sich jedoch alles andere als glücklich mit dieser Lösung und die ersten Beschwerden wurden schon laut. Ob Amazon jetzt nachbessert, bleibt abzuwarten. Aber da die Kundenzufriedenheit bei Amazon ganz oben in der Prioritäten-Liste steht, ist anzunehmen, dass eine Lösung gefunden wird.

Angebot der Amazon Cyber-Woche eher durchwachsen

Nach Thanksgiving heißt es in den USA: shopping, shopping, shopping. Black Friday und Cyber Monday sind feste Institutionen in den Staaten und werden mittlerweile auch in anderen Ländern zelebriert. Und natürlich ist Amazon ganz vorn mit dabei. Statt die Schnäppchen nur an zwei Tagen zu promoten, hatte sich Amazon erneut dazu entschieden, die komplette Woche vom 23. bis zum 30. November für Angebote zu nutzen. Über 10.000 Blitzangebote sollte es geben. Zudem gab es eine kleine Primäre, denn erstmals sollte auch der Black Friday hierzulande gefeiert werden.

Dass sich die Schnäppchen für die Handel lohnen, zeigen die ersten veröffentlichten Zahlen. In den USA wurden am Cyber Monday mehr als drei Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das wäre ein Zuwachs von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach dem es bereits zu Thanksgiving und am Black Friday zu zweistelligen Zuwachsraten gekommen war, berichtet it-times.de.

In Deutschland fallen die Reaktionen zur Cyber-Woche sehr unterschiedlich aus. Während User @pyranhax sich unbeeindruckt zeigt, ist @denise_rrr „eskaliert“.

 

 

Amazons PR-Aktion für neue Serie geht zu weit

Leider kam es im November zu einer schrecklichen Tragödie. Als sich am 13. November 2015 der Terror in Paris Bahn brach, standen weltweit die Uhren still. Amazon nahm wie viele andere E-Commerce-Unternehmen still Anteil an den Ereignissen und gedachte mit dem schlicht anmutenden Statement „Solidarité“ und der französischen Flagge auf der Startseite den Opfern des Terrors.

Während Amazon angemessen auf die Ereignisse in Paris reagiert hat, zeigt das Unternehmen bei einer Werbekampagne für die neue Serie „The Man in the High Castle“ weniger Feingefühl. In der neuen Serie geht es um eine imaginäre Welt, in der die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen haben und den Osten der USA beherrschen. Das Unternehmen bewarb die Eigenproduktion unter anderem mit Tausenden von Plakaten, auf denen die New Yorker Freiheitsstatue nicht nur eine rote Nazischärpe trägt, sondern darüber hinaus auch den in Deutschland verbotenen Hitlergruß zeigt. Weiterhin hat Amazon einen Waggon einer New Yorker U-Bahn mit der imaginären Flagge und anderen Nazi-Motiven aus der Serie gestalten lassen.

Dem Bürgermeister und Gouverneur von New York ging das allerdings zu weit. Beide Politiker haben Amazon aufgefordert, die Werbeaktion zu beenden. Bürgermeister Bill de Blasio bezeichnete die PR-Aktion als „unverantwortlich und beleidigend" für die Überlebenden des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts.

/ Geschrieben von Julia Ptock





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