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Mit juristischen Auseinandersetzungen dürfte sich Amazon zur Genüge auskennen. Immer wieder kommt es vor, dass Mitarbeiter oder Händler, Konkurrenten oder Behörden rechtliche Schritte gegen den Konzern einleiten. In einem neuen Fall ist es die US-amerikanische Regierung höchstpersönlich, die Prozesse im Hause Amazon auf Rechtsebene anprangert: Dabei geht es um unzulässige In-App-Käufe, die von Kindern getätigt wurden.

Kleinkind mit einem Tablet
© deucee - Fotolia.com
In der Klage, die am gestrigen Donnerstag gegen Amazon eingereicht wurde, stehen nach Informationen von Handelsblatt viel zu schwache Sicherheitsvorkehrungen im Zentrum. Kläger ist die Federal Trade Commission (FTC), eine US-amerikanische Bundesbehörde, die sich um die Fusion von Unternehmen auf wettbewerbsrechtlicher Ebene sowie den Verbraucherschutz kümmert. Die Behörde wirft Amazon vor, dass die mangelnden Vorkehrungen unrechtmäßigen In-App-Käufen durch Kinder Tür und Tor geöffnet hätten.

In-App-Käufe durch Kinder zu einfach möglich

Diese Vorwürfe sind jedoch kein spezielles Problem im Hause Amazon, sondern betreffen grundsätzlich auch andere Anbieter und App-Store-Plattformen. Denn in vielen Apps lassen sich zusätzliche Funktionen oder Features gegen Bezahlung freischalten: Möglich ist hier alles, was die Kunden anspricht und verlockt, zum Beispiel Waffen, Münzen, Zaubertränke oder andere virtuelle Gegenstände in digitalen Spielen.

Nicht selten ist es bisher vorgekommen, dass Kinder den entzückenden Versuchungen der Apps gefolgt sind und die Handy-Rechnungen ihrer Eltern somit empfindlich in die Höhe getrieben haben.

Passwortabfrage vor Kauf wäre eine Möglichkeit

Der zentrale Kritikpunkte der FTC ist, dass lange Zeit weder beim Start des Amazon App Stores noch bei einzelnen In-App-Käufen eine Passwortabfrage durch das Unternehmen erfolgt. Später gab es eine Änderung in den internen App-Stor-Prozessen, wobei Käufe mit einem Passwort bestätigt werden mussten, sobald sie einen Wert von über 20 US-Dollar überschritten. Dieser begrenzte Passwortschutz wurde dann erneut geändert und 2013 auch auf geringere Beträge ausgeweitet. Jedoch bemängelt die FTC die schleppende Umsetzung, die nicht alle Apps gleichzeitig erfasste.

Obwohl Amazon die problematische Situation im Zuge der In-App-Käufe erkannt hätte, habe der Konzern nur ungenügend Schritte unternommen, um unzulässige Käufe durch Kinder zu verhindern, so der Vorwurf der FTC. Darüber hinaus soll Amazon den Weg eines außergerichtlichen Vergleichs abgelehnt haben, wodurch die US-Regierung nun die Rückzahlung der unrechtmäßigen Rechnungen auf juristischem Wege einfordert.
/ Geschrieben von Tina Plewinski





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