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Weil Amazon gefährliche Chemikalien mit dem Flugzeug verschickt hat, droht dem Unternehmen nun eine hohe Geldstrafe. Die US-Luftfahrtbehörde bezieht sich dabei konkret auf einen Fall, in dem Rohrreiniger ausgelaufen war und UPS-Mitarbeiter verletzt hatte.

Flugzeug

© Felifoto - Fotolia.com

Rohrreiniger ist hoch ätzend und muss entsprechend sicher verpackt sein, wenn er verschickt wird. Ein Amazon-Paket, welches den Reiniger „Amazing! Liquid Fire“ enthielt, war weder sicher verpackt noch bezeichnet. Die chemische Flüssigkeit trat aus dem Paket aus und verletzte am 15. Oktober 2014 neun UPS-Mitarbeiter. Auf diesen konkreten Fall bezieht sich nun die US-Luftfahrtbehörde FAA, die wegen des unsicheren Verschickens gefährlicher Stoffe von Amazon nun eine Geldstrafe in Höhe von 350.000 US-Dollar fordert.

Amazon: Wiederholt Regularien missachtet

Es handelt sich dabei nicht um einen Einzelfall, wie die FAA im Zuge der Forderung klarstellt: „Amazon hat eine Geschichte im Verletzen der Regularien giftiger Stoffe. Allein zwischen Februar 2013 und September 2015 hat Amazon die Regularien 24 weitere Male verletzt.“ Im Oktober 2015 wurde ein Fall bekannt, in dem Amazon Akkus und Sprays unsachgemäß transportierte, obwohl diese als gefährliche Stoffe gelten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die FAA eine Strafe für Amazon fordert. Seit 2014 gab es vier Forderungen gegen Amazon mit einer Gesamtstrafe von 314.000 US-Dollar. Dabei ging es unter anderem um das unsachgemäße Verschicken brennbarer Farbe. Amazon hat nun 30 Tage Zeit, um auf die Forderung zu reagieren. Wenn man glaubhaft vermitteln kann, Maßnahmen durchzuführen, damit sich entsprechende Vorfälle nicht wiederholen, könnte die Strafe reduziert werden.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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