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Amazon ist schon seit längerem in den Blick der EU-Steuerbehörden gerückt. Jetzt macht Frankreich als erstes EU-Land Druck und verlangt von dem E-Commerce-Riesen 186 Millionen Euro inklusive Zinsen und Strafgebühren. Amazon hat angekündigt, gegen den Bescheid vorzugehen.
© Sabine Naumann - Fotolia.com

186 Millionen Euro inklusive Zinsen und Strafgebühren fordert die französische Steuerbehörde von dem amerikanischen Versand-Händler. Die Fachzeitschrift TextilWirtschaft beruft sich dabei auf eine Pflichtmitteilung des US-Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC. Mit Überweisung des Betrags sollen sämtliche Amazon-Gewinne in verschiedenen Ländern aus den Jahren 2006 bis 2010 verrechnet werden.

Luxemburg als Steuerparadies

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die französische Finanzbehörde gegen die oft angegriffene Praxis, sämtliche Gewinne im Steuerparadies Luxemburg zu versteuern, vorgeht. Laut britischen Medienberichten hatte die EU-Kommission bereits Anfang Juli von dem Mitgliedsstaat Informationen zu den Unternehmenssteuern verlangt. Dabei handelt es sich unter anderem um Dokumente, in denen es um mögliche Abmachungen zwischen dem Land und mehreren multinationalen Unternehmen geht (wir berichteten).

Allerdings könnte Amazon noch mehr Ärger ins Haus stehen. Laut der ESC-Meldung könnte es möglicherweise dazu kommen, dass der Versand-Riese auch in Deutschland, Großbritannien, China, Japan und Indien Steuern nachzahlen muss. Das Management äußert dazu in dem ESC-Schreiben: "Wir sind bei den jeweiligen Steuerbehörden bereits Gegenstand von Bilanzprüfungen oder Untersuchungen und zusätzlichen Bescheiden. Oder wir werden es vielleicht bald sein." Die deutschen Behörden haben sich bis dato noch nicht zu den Untersuchungen geäußert. Sie verweisen dabei auf das Steuergeheimnis.

Amazon selbst hat angekündigt, gegen den Bescheid der französischen Steuerbehörde vorzugehen. In der ESC-Mitteilung heißt es: „Wir widersprechen diesem Bescheid und beabsichtigen, ihn energisch anzufechten.“ Das Unternehmen will alle verfügbaren Rechtsmittel einsetzen und bei Bedarf auch vor Gericht ziehen.

/ Geschrieben von Julia Ptock





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