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Verbraucher debattieren im Moment über ihre Einstellung zu dem US-Konzern Amazon. Ist man als Kunde automatisch mitverantwortlich für all das, was Amazon auszeichnet?

In Deutschland herrscht in Sachen Amazon eine Doppelmoral.
© mattiaath - Fotolia.com

Spiegel Online-Kolumnist Jan Fleischhauer kritisiert in seiner Kolumne Amazon und die Haltung vieler Menschen gegenüber dem Unternehmen. Zudem ruft Spiegel Online Leser dazu auf, das gleiche in einem Forum zu tun. Inzwischen ist eine rege Diskussion zu der Fragestellung „Wie böse ist Amazon?“ entstanden. Und sie zeigt: In Sachen Amazon herrscht in Deutschland eine Doppelmoral.

Die meisten Kritiker sind nicht konsequent

Im Prinzip lässt sich die Diskussion rund um Amazon in Deutschland auf eine einfache Erkenntnis runterbrechen: Man kritisiert alles an Amazon, was irgendwie politisch und wirtschaftlich politisch unkorrekt ist und profitiert gleichzeitig von Amazon. Jan Fleischhauer, der Spiegel-Kolumnist, kritisiert Amazon, gleichzeitig aber verkauft er seine Bücher über den Online-Händler. Konsequent ist das nicht.

Der einfache Konsument in Deutschland kritisiert Amazon, dessen Steuerverhalten, Haltung gegenüber den Mitarbeitern, Konkurrenten, etc. und bestellt gleichzeitig längst nicht mehr nur Bücher über Amazon. Und wer nicht bei Amazon bestellt, der nutzt die Suchfunktion samt Rezensionen des Online-Händlers, um sich über den nächsten Einkauf zu informieren. Auch wenn diese Kunden ihre Produkte dann woanders kaufen, auch das ist nicht konsequent.

Hier haben wir eine Auswahl an Kommentaren aus dem Spiegel-Forum zum Thema „Wie böse ist Amazon?“ zusammengestellt. Entscheiden Sie selbst, welche davon konsequent und welche es nicht sind:

Nutzer Boesor: „Klar kaufe ich mal bei Amazon, aber wenn es geht lieber beim Einzelhändler in der Stadt. Das sichert lokale Arbeitsplätze und im Gegensatz zu Amazon auch hiesige Steuereinnahmen.“

Nutzer Iggy Rock: „Wir Bürger könnten diese Riesen noch immer sehr schnell in den Bankrott treiben, wenn wir nur alle wollten.
Aber scheinbar ist uns die eigene Bequemlichkeit deutlich wichtiger, wie unser Rechtsstaat, unsere persönlichen Daten, unsere Wahlfreiheiten im Alltag, höhere Steuereinnahmen für die Allgemeinheit und das freie Denken. Wir versklaven uns durch die Nutzung selber, und finden das auch noch ganz toll.

Mein letzter Amazoneinkauf liegt inzwischen schon Jahre zurück... von Google bin ich noch nicht ganz losgekommen.“

Die Verbraucher positionieren sich

Nutzer I.augenstein: „Ich glaube, Sie irren gewaltig! Amazon ist doch noch lange nicht der billigste Anbieter. Was Amazon von fast allen anderen Händlern gewaltig unterscheidet ist, dass man bei Amazon weiß, was das Wort "Service" bedeutet und es konsequent praktiziert! Und das ist etwas, was ich bei vielen Einzelhändlern, Märkten usw. vermisse.“

Nutzer Modern times: „Wir unterstützen eine Firma, die durch ihre Marktmacht den Verlagen Konditionen abpresst, die zur Folge haben, dass die Verlage ihre Mitarbeiter nicht mehr angemessen bezahlen können. Noch ärmer dran sind die Autoren und Übersetzer, gerade die Personen, ohne die es diese vielen wunderbaren Bücher gar nicht gäbe.

Es geht weiter: Schlecht bezahlte Amazonmitarbeiter packen die bestellten Bücher meistens einzeln, in viel zu große Pappkartons, die dann wiederum von außerordentlich schlecht bezahlten Paketfahrern in stinkenden Kleinlastern auf Straßen an deren Finanzierung Amazon durchaus nicht beteiligt war (die bekannte Steuervermeidung), zum Kunden gefahren werden. Der Kunde ist dann meistens nicht zu Hause, so dass der arme Paketfahrer nochmals vorbeikommen muss.

Tage später – der Kunde reißt unter Mühen den Pappkarton auf, hält kurzfristig das Objekt der Begierde in seinen Händen, legt es aber gleich wieder zur Seite, denn: der Pappkarton muss jetzt säuberlich zerrissen werden, damit er auch gut in den Papiercontainer passt, der natürlich hundert Meter entfernt steht und mal wieder voll ist. Dolle Sache, die der Herr Bezos da erfunden hat."

 



Kommentare

#9 Caroline 2016-03-03 10:41
Wie kann ein Unternehmen kundenfreundlic h sein, wenn es den Kunden die Digitalen Inhalte blockt und erst ein Gericht nach Jahren, dafür sorgen muss, dass das ein unrechtmäßiges Verhalten von Amazon ist. Wenn man eher als Marktplatz fungiert als als Verkäufer, dann ist es auch ein leichtes kritiklos die Ware zurück zu nehmen. Ganz anders dagegen, wenn Amazon selbst der Verkäufer war, dann rasten Amazon aus, wenn der Kunde, das Rückgaberecht zu oft beansprucht. Was soll das, sich mit den Kunden zu bekriegen. Mit mir hat Amazon auch grundlos den Krieg entfacht. Dabei hat Amazon auch eine Verpflichtung seinen Händlern gegenüber, die Kunden zu pflegen. Was habe ich viel bei Amazon gekauft!!! Dann konnte man mich aufeinmal nicht verifizieren. Kann man heute nicht mehr mit seinen Kunden sprechen und sagen, dass es Unstimmigkeiten gibt und die beheben? Kann Amazon nicht mit Menschen ordentlich umgehen? Müssen die Mitarbeiter so gequält werden? Wieso rächt Amazon sich an Kunden ohne Vorwahnung? Da stimmt doch überhaupt nichts mehr bei Amazon, und die Kunden schämen sich schon insgeheim, wenn sie dort kaufen. Tipp: Schauen wer ein Produkt auf Amazon anbietet...dann einen Dritthändler wählen und sich das Impressum anschauen. Den Händler googlen und dann direkt bei ihm kaufen!!!! So muss man mit Amazon umgehen!!!
#8 Donald Duck 2014-08-07 07:19
Teil 7 - Das Internet ist gut, der Internethandel auch, aber warum nicht auch bei kleinen wie Rakuten.de, yatego.de, usw. mal gucken. Da ist es nicht teuerer und dann würde die absolute Monopolstellung der Großen wie ebay und Amazon endlich wanken. Oder direkt zu den Webshops der Anbieter gehen. die sind meist ohnehin besser aufgebaut, da viel individueller zu gestalten. Die können viel mehr als ebay und amazon selbst. Ich nutze ebay und amazon nur als Vergleichsporta l und Suchmaschine. Für sonst sind sie nicht mehr zu gebrauchen.
#7 Donald Duck 2014-08-07 05:19
Teil 6 - Letztlich ist es bei amazon so, dass die alle Rechte haben wollen, keine Kosten, maximalen Gewinn und keinerlei Steuern dafür zahlen wollen und dann alles dort entgegen der Gesetze läuft. In Deutschland heißt so etwas Bandenkriminalität.
Aber vermutlich kauft sich amazon dann auch für 300 Mio Euro wie die UBS frei und keiner der Mischpoke wird jemals die eigentlich sicheren 4 Wände von innen sehen.
#6 Donald Duck 2014-08-07 05:18
Tel 5 - Verkaufsprovisi on direkt über seinen eigenen shop zu verkaufen. Widerrufsrecht usw. hat man sowieso. Und der Händler hat dann auch noch schneller sein Geld und freut sich, dass er an Amazon usw. vorbei verkaufen kann. Denn Amazon, Ebay und Co überweisen das Geld an den Händler ja nur mit deutlicher Verzögerung und arbeiten zwischenzeitig mit dem Geld. So gut möchte ich es auch mal haben und über ein Polster von Permanent Millionen von euro zu verfügen und diese dann z.b. noch wie Paypal als Sicherheit zu verkaufen. Das sind alles Multinationale Konzerne, die den Bezug zum Kunden längst verloren haben und nur nach an Gewinnmaximieru ng für die Aktionäre interessiert sind. alle Prozesse dort sind nur diesem einen Ziel unterstellt. Moral und Gesetz und das Wohl der Menschen stehen da teils weit zurück.
#5 Donald Duck 2014-08-07 05:17
Teil 4 - ...Amazon hat nun seit ca. einem halben Jahr diese Regelung klammheimlich weggenommen, weil das Landgericht Köln hier auf Antrag eine höheren Organisation auf Bundesebene "interveniert" hat. Ausgelöst hatte dies zuvor die Klage einer ganz kleinen Verkaufsplattfo rm namens Hood.de.
Auch muss jeder Händler bei Amazon unterschreiben, dass sämtliche seiner Bilder von allen anderen amazonhändlern auf der Welt genutzt werden dürfen. Meiner Meinung nach ist auch dies ein illegaler Vertragsbestand teil. Bei Büchern und CDs. Fernsehern usw.. mach dies Sinn, aber doch nicht bei z.b. anderen Artikeln, wo man selbst Hersteller oder Vertreiber ist .... Das widerspricht dem Sinn und dem Gesetz des Copyright ....
#4 Donald Duck 2014-08-07 05:14
Teil 3 - Noch schlimmer sieht es auf der Seite aus, die die Händler betrifft, die ja letztlich in der Mehrheit hinter dem stehen, was "Amazon" da verkauft. amazon ist ja in der Hauptsache eher ein Markplatz wie ebay, wo man etwas kauft, was ein Dritter einem Anbietet. Amazon ist hier nur ein Vermittler für den Kauf.
Und da springt amzaon teils doch sehr ruppig mit dem Verkäufern/Händ lern um. Der Kunde ist König und mit dem werden auch lange Telefonate um einen Artikel für ein paar Euro in der amazonkundenhot line geführt, der Verkäufer selber aber wird wenn er mit amazon telefonieren möchte eher kalt gestellt und wartet tagelang auf eine Antwort per email oder am Telefon...
#3 Frank Spieth 2014-08-07 04:34
Zitat I. augenstein: " „Ich glaube, Sie irren gewaltig! Amazon ist doch noch lange nicht der billigste Anbieter. Was Amazon von fast allen anderen Händlern gewaltig unterscheidet ist, dass man bei Amazon weiß, was das Wort "Service" bedeutet und es konsequent praktiziert! Und das ist etwas, was ich bei vielen Einzelhändlern, Märkten usw. vermisse.“

Diese Sichtweise lese und höre ich immer wieder. Dabei wird regelmäßig außer acht gelassen, dass Service sehr viel Geld kostet. Amazon setzt diesbezüglich die Benchmarks, verdient aber trotz Marktmacht und Größenvorteilen noch immer nicht wirklich Geld. Andere Händler online und offline sind gar nicht in der Lage dieses Servicelevel auch nur annähernd zu erreichen, dabei die vom Verbraucher erwarteten Preise anzubieten und damit wirtschaftlich zu überleben. Von Steuern zahlen und sozialer Verantwortlich ganz zu schweigen. Wenn, dann geht das nur ala Zalando mit unendlich viel VC unter Inkaufnahme erheblicher Verluste.
#2 Donald Duck 2014-08-07 03:16
Teil 2 - Reklamiert ein Kunde ist es egal, ob er im Recht ist oder nicht, Amazon setzt seinen Verkäufer notfalls an die Luft, wenn der nicht zu jeder Reklamation seitens des Kunden Ja und Amen sagt. Man ist hier als Händler amazon vollkommen ausgeliefert. amazon und der Kunde dürfen alles, man als Händler gar nichts.
Bis vor kurzem gab es die sog. Paritätsbestimm ung. Danach durfte man seitens der AGB von Amazon als Händler dort seine Waren nicht teurer anbieten, als auf anderen Marktplätzen (incl. seiner eigenen Seite). Dies bei 15% Verkaufsprovisi on auf den Artikel UND die Versandkosten. Hintergrund ist klar: amazon wollte statuieren, das die Preise dort niedriger oder wenigstens gleich, wie überall anders sind (aber natürlich mit dem Bückerchenkunde ndienstgebahren wie bei amazon)...
#1 Donald Duck 2014-08-07 01:18
Teil 1 - Ich halte es immer so, dass ich nur noch bei ebay oder wo anders kaufe, denn da gibt es teilweise ja auch mehr, das Menue ist viel besser, die Vergleichbarkei t und alles. amazon hat ja eine Primitivsoftwar e, die sowieso nur für Bücher und CD's geeignet ist. Vor allem kann man mit ein wenig googeln ja sowieso sehr schnell den Händler auf dem jeweiligen marktplatz herausfinden und den dann eine RICHTIGE email schreiben (bitte nicht so blöd und unverschämt sein und über das jeweilige Nachrichtensyst em der entsprechenden Plattform versuchen den Händlers anzuschreiben) und dann fragen, ob der Händler bereit wäre den Artikel ohne die...



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