Amazon startet mit Merch jetzt auch in Deutschland und Großbritannien seinen Druckservice. Seitdem die Print-on-demand-Plattform 2015 in den USA gelauncht wurde, soll das Format nun internationalisiert werden.

Graues T-Shirt
© blessings_shutterstock.com

Ein großer Konkurrent für T-Shirt Druck Dienstleister wie Shirtinator, Spreadshirt und Co. macht sich nun auf dem deutschen Markt breit. Mit der Print-on-demand-Plattform Merch by Amazon können Designer ihre eigens entworfenen T-Shirts, Sweatshirts, Hoodies, aber auch Popsockets (kleine, ausfahrbare Sockel, die sich auf die Rückseite von Smartphones kleben lassen) hochladen und verkaufen. Für jeden veräußerten Artikel erhalten die Künstler eine Provision. Dabei ist der Verkauf für die jeweiligen Designer recht einfach abzuwickeln. Da Druck und Produktion von Amazon übernommen werden, können die Verkäufer ohne größeren Kapitaleinsatz ihre Artikel vertreiben. Für amazon.de sind aktuell die Modelabels Bella und Canvas für die Herstellung der T-Shirts verantwortlich, für amazon.com zusätzlich auch das Unternehmen Port and Company.

Merch: Unterschiedliche Inhaltsrichtlinien pro Land

Die einzige Hürde, die die Designer vielleicht erwarten könnte, sind die Content-Richtlinien. Abhängig von dem jeweiligen Land, in dem das Kleidungsstück verkauft werden soll, gibt es unterschiedliche Vorgaben. Daher kann es durchaus möglich sein, dass einige Länder einen bestimmten Artikel akzeptieren, während das Kleidungsstück in anderen abgelehnt wird. Den FAQ von Amazon zufolge, behält sich der Online-Händler auch vor, die zutreffenden Produkte möglicherweise ohne Vorankündigung zu entfernen.

Internationalisierung von Merch bereits längerfristig geplant

Das Merch mittlerweile nun auch in Großbritannien und Deutschland verfügbar ist, war jedoch bereits im März 2018 abzusehen. Laut internetworld.de hatte die Take-me-to-auction Bloggerin Marion von Kuczkowski bemerkt, dass sich die Richtlinien Amazons geändert hatten. So mussten Merch-Verkäufer in den USA neuen Konditionen zustimmen. Darin hieß es: „Wenn Sie Ihr Design außerhalb der USA verkaufen, stellen Sie sicher, dass Sie die spezifischen Gesetze des jeweiligen Landes, in dem Sie verkaufen, beachten. Halten Sie Rücksprache mit einem Rechtsbeistand, um die Rechte und Pflichten bezüglich Ihres Designs zu klären.“ Ob und für welche Länder der Merch-Service zukünftig auch verfügbar sein wird, ist bisher noch unklar.

/ Geschrieben von Theresa Strohbach

Kommentare

#1 Nina 2018-11-29 21:15
Ich bin gerade auf diesen Artikel vom August 2018. Merch by Amazon hat sich seit dem Start in Deutschland (und auch UK) schnell entwickelt. Die Marktplätze wachsen rasant. Amazon etabliert hier sicher einen ernstzunehmende n Konkurrenten für die bisheriger Shirtanbieter-P lattformen. Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht und welche neuen Märkte als nächstes freigeschaltet werden.



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