Logo Amazon Watchblog

NEWSLETTER ABONNIEREN x maximize

NEWSLETTER ABONNIEREN x

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Amazon-Newsletter.
Zusätzlich können Sie sich auch für die Newsletter der OnlinehändlerNews anmelden.

Direkt zur kostenlosen Newsletter-Anmeldung ->

Amazon nutzt seine Angebotsseiten, um seine weniger beliebten Produkte loszuwerden – nicht immer macht der Kunde dabei ein Schnäppchen.

Amazon-Pakete
SCOOTERCASTER / shutterstock.com

Gerade auch dem deutschen Kunden wird eine gewisse Schnäppchenjäger-Mentalität nachgesagt – egal ob im stationären oder Online-Handel. Bei versprochenen tiefen Preisen geht wohl auch die Aufmerksamkeit des Käufers etwas runter – und das versuchen alle Unternehmen für sich zu nutzen, natürlich auch Amazon. Der Kunde macht dabei nicht immer den oft versprochenen besten Deal.

Schnäppchenseite ist „Amazons beste Resterampe“

Das Preisvergleichsportal Idealo hat im Auftrag der Bild-Zeitung 16 verschiedene Artikel bezüglich ihrer Schnäppchenfähigkeit auf den verschiedenen Angebotsseiten von Amazon analysiert. Dazu gehören die Blitzangebote, die Tagesangebote und die Coupons. Natürlich kann man bei einer so geringen Anzahl nicht von Repräsentativität sprechen, dennoch zeigt die kleine Untersuchung den Ansatz der Methode. Das Ergebnis: Die untersuchten Artikel waren nicht immer bei Amazon am preiswertesten. Außerdem waren die Schnäppchen-Produkte oft Ladenhüter mit nur wenig Bewertungen, die über den normalen Verkauf wohl wenig Chancen gehabt hätten. Die Bild bezeichnet die Seite mit den verschiedenen Angeboten als „Amazons beste Resterampe“. 

Kaum Top-10-Produkte unter Angeboten

Bei den Blitzangeboten fanden die Tester zwar die günstigsten Preise für das jeweilige Produkt – die Produkte hatten aber wenige Kundenrezensionen. Außerdem gab es vergleichbare Produkte, die noch preiswerter gewesen wären. Bei den Tagesangeboten und Coupons zeigte sich ein ähnliches Bild. Nur fünf aller getesteten Artikel waren unter den Top-10-Angeboten ihrer jeweiligen Produktkategorie. 

Der schnäppchensuchende Kunde könnte dabei gleich mehrfach einem Irrglauben erliegen. Längst starten die meisten Online-Nutzer ihre Produktsuche aus Bequemlichkeit gleich bei Amazon – und weder bei einer Suchmaschine noch bei einem Vergleichsportal, das in manchen Fällen wohl die bessere Wahl sein könnte. Dazu kommt der erzeugte Zeitdruck bei den „Blitzangeboten“ und Co: Wer glaubt, das Schnäppchen in Kürze zu verpassen, schlägt vielleicht noch eher – und unbedachter – zu. Dass ein ähnliches Produkt auf Amazon oder der gleiche Artikel woanders preiswerter sein könnte – wen kümmert's? Amazon entledigt sich so auf jeden Fall wenig geliebter oder wenig bekannter Ware aus den Tiefen seines Angebots und gaukelt dem Käufer dafür teils vor, ein richtig gutes Geschäft zu machen. Amazon macht es in jedem Fall.

/ Geschrieben von Markus Gärtner