Durch das Coronavirus werden Atemschutzmasken auf Amazon mittlerweile zu Wucherpreisen angeboten. Der Konzern versucht, gegenzuhalten.

Mann mit Mundschutzmaske
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Das Coronavirus breitet sich weiter aus, immer mehr Infizierte werden auch in Europa gemeldet. Die Entwicklungen führen dazu, dass viele Verbraucher verunsichert sind und aus Angst vor einer Ansteckung die Nachfrage nach Atemmasken extrem in die Höhe getrieben haben. 

Durch diesen Run haben die Preise für entsprechende Masken auf dem Amazon-Marktplatz teils absurde Preise angenommen – wenn sie überhaupt noch auf Lager sind, verlangen Händler meist ein Vielfaches von dem, was die Masken noch vor einigen Wochen gekostet haben.

Amazon setzt auf faires Pricing in Notsituationen

Dieses Verhalten scheint Amazon allerdings ein Dorn im Auge zu sein. Wie Golem mit Verweis auf das US-amerikanische Tech-Magazin Wired berichtet, hat Amazon damit begonnen, Warnungen gegen einige seiner Händler auszusprechen, die chirurgische Mundschutzmasken zu horrenden Preise angeboten hatten. Auch sollen bereits einige Angebote gelöscht worden sein.

„Wer auf der deutschen Seite von Amazon nach dem Stichwort Mundschutz sucht, bekommt aktuell beispielsweise 50 Einwegmasken für 80 Euro angeboten, ein weiteres Angebot listet den Artikel ebenfalls in der 50er-Packung für 150 Euro“, schreibt Golem. Ein solches Händlerverhalten sei allerdings gar nicht gestattet, da Amazon im Rahmen einer Fair-Pricing-Regel vorschreibe, dass Drittanbieter keine Notsituationen ausnutzen dürften, um sich zu bereichern.

Robert-Koch-Institut empfiehlt hygienebewusstes Handeln 

Zu bedenken ist hierbei allerdings auch, dass das Robert-Koch-Institut – die selbstständige deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten – für die allgemeine Bevölkerung in erster Linie ganz andere Maßnahmen für sinnvoll erachtet, die vor eine Ansteckung schützen sollen: nämlich eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette sowie die Einhaltung eines Mindestabstandes von etwa ein bis zwei Metern zu krankheitsverdächtigen Personen.

Das Tragen von Masken kann für erkrankte Person empfohlen werden, die sich im öffentlichen Raum bewegen, um das Risiko zu minimieren, andere Menschen anzustecken. „Hingegen gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert“, heißt es auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

/ Geschrieben von Tina Plewinski