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Amazon-Shopper suchen auf dem Marktplatz derzeit vor allem nach Produkten rund um Corona, zeigt eine Finc3-Analyse.

Fertiggericht
Monkey Business Images / shutterstock.com

Das Coronavirus treibt die Menschen um. Wer – berechtigt oder nicht – in Sorge ist, deckt sich mit Waren des täglichen Bedarfs ein, oder kauft medizinische Produkte, die vermeintlich helfen. Bilder von leergekauften Nudelregalen oder ausverkauften Desinfektionsmitteln gehen in den sozialen Netzwerken um. Auch bei Amazon zeigt das Coronavirus Wirkung und sorgt für steigende Umsätze bei bestimmten Artikeln, wie eine Analyse von Finc3 zeigt.

Amazons Suchbegriffe: Die Top Ten made by Corona

Das Business-Intelligence-Team des Unternehmens hat dafür Suchanfragen und bestimmte Kategorien auf dem Online-Marktplatz unter die Lupe genommen. Ergebnis: In der vergangenen Woche drehten sich die Top Ten der Suchbegriffe, die bei Amazon eingegeben wurden, um das Thema Corona. Sogar unter den Top 50 der Suchbegriffe hatten rund 80 Prozent der Wörter mit dem Coronavirus zu tun. Der erste Suchbegriff, der sich nicht direkt oder indirekt auf Corona bezieht, war demnach „Bluetooth Kopfhörer“ auf Platz 19. Der meistgesuchte Begriff in der Untersuchungswoche vom 23. bis 29.2.2020 war demnach „Desinfektionsmittel“ vor „Mundschutz“ und „Atemschutzmaske“. Zum Teil sind die Produkte bereits ausverkauft.

Coronavirus: Diese Produkte werden häufig gekauft

Das Coronavirus befeuert auch die Umsätze in bestimmten Kategorien. So sei die Kategorie „Erste Hilfe“ im Vergleich zur Vorwoche um rund 500 Prozent gewachsen. Auch im Bereich Lebensmittel boomt das Corona-Geschäft. Der Umsatz in der Kategorie „Fertiggerichte“ habe sich im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit (also im Dezember) mehr als verfünffacht.

Erste Umfragen zeigen bereits, dass der Online-Handel trotz Problemen z.B. in der Lieferkette auch vom Virus profitieren könnte. Laut einer Erhebung von Retail Economics im Vereinigten Königreich würde rund die Hälfte der Befragten stationäre Geschäfte meiden und mehr online kaufen, wenn die Lage anhält, berichtet der Guardian. Allerdings müssen die Online-Marktplätze auch bereits gegen windige Händler vorgehen, die Produkte wie z.B. Atemschutzmasken zu überteuerten Preisen verkaufen. Ein solches Vorgehen kann aber unter Umständen als Wucher gelten und wäre somit eine Straftat, erklärt OnlinehändlerNews.

Der Artikel wurde am 9.3.2020 mit weiteren Informationen zu den Top-Suchergebnissen aktualisiert.

 

/ Geschrieben von Markus Gärtner