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Das Coronavirus zwingt auch Amazon zu besonderen Schritten. Vendoren und Seller auf dem Marktplatz dürfen aktuell nur noch bestimmte Warengruppen anliefern.

leere Toilettenpapierrolle
Billion Photos/Shutterstock.com

Die Corona-Krise zwingt auch Amazon zu besonderen Maßnahmen. Der Marktplatz profitiert aktuell von einer erheblichen Zunahme an Bestellungen, was Amazon aber wiederum vor neue Probleme stellt. Zuletzt wurde bekannt, dass Amazon in den USA 100.000 Mitarbeiter für seine Logistiklager sucht – und diese sogar mit höheren Löhnen locken will. Mit der Maßnahme will der Konzern dem stark erhöhten Bestellaufkommen Herr werden. Daraus folgt aber noch ein anderes Problem: Die Lagerbestände bestimmter Produkte werden offenbar knapp.

Grund dafür ist auch, dass die Hamsterkäufe nicht nur in Supermärkten, sondern auch bei Amazon getätigt werden. Artikel wie Toilettenpapier, Atemschutzmasken oder Desinfektionsmittel werden knapp oder sind schon nicht mehr vorrätig, erklärt Amazon. Kunden müssten sich auf Lieferverzögerungen einstellen, Amazon arbeite eng mit seinen Partnern zusammen, um die Produkte anbieten zu können – und greift dafür offenbar zu drastischen Maßnahmen.

Amazon nimmt aktuell nur bestimmte Waren an

Der Konzern hat den Vendoren und Händlern mitgeteilt, dass Grundnahrungs- und Sanitätsartikel vorerst priorisiert werden. Das heißt im Klartext: Andere Artikel dürfen vorerst nicht an die Amazon-Lager angeliefert werden. Weder werden Bestellungen bei Vendoren aufgegeben, noch können Marktplatz-Händler mit anderen Produkten aktuell Anlieferpläne erstellen. Diese Vorgehensweise soll zunächst bis zum 5. April gehandhabt werden. Amazon informiert die Händler und Vendoren, sobald der reguläre Betrieb wieder aufgenommen wird.

Stephan Bruns von der Amazon-Agentur Revoic konstatiert: „Das Bestellverhalten der Kunden muss sich schon massiv geändert haben, wenn Amazon zu solchen drastischen Maßnahmen greift“. Es seien in bestimmten Kategorien starke Wachstumsraten zu beobachten, die Absatzzahlen lägen sogar höher als im Weihnachtsgeschäft. „Viele Händler sind bereits out-of-stock. Für die ist es natürlich bitter, dass Sie die Nachfrage nicht weiter bedienen können. Betroffen sind diejenigen Händler, die die Waren über das ‚Fulfillment by Amazon‘ Programm abwickeln. Diese stellen jetzt kurzfristig auf Eigenversand um – sofern sie das können“, erklärt Bruns.

Suchbegriffe rund um Corona

Wie Revoic ausführlich darstellt, hat sich aufgrund der Krise das Einkaufsverhalten bei Amazon massiv verändert. 17 der Top-25-Suchbegriffe in der Woche vom 8.3. bis zum 14.3. auf dem deutschen Amazon-Marktplatz lassen sich dem Coronavirus zuordnen. Ganz oben stehen „toilettenpapier“ und „desinfektionsmittel“. Beim Toilettenpapier zum Beispiel seien aktuell nur noch Spezialartikel lieferbar. Der erste „Nicht-Corona-Begriff“ kommt erst auf dem siebten Platz: „bluetooth kopfhörer“.

/ Geschrieben von Christoph Pech





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