Amazon-Wunschlisten eignen sich offensichtlich nicht nur für Geburtstage oder Hochzeiten, sondern auch für größere Projekte.

Zoo-Tier: Panda beim Fressen
Foreverhappy / Shutterstock.com

Genau wie stationäre Händler, Restaurants oder Museen hatten unter der Pandemie etwa auch Zoos zu leiden und mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen. Da die Tiere allerdings auch versorgt werden müssen, wenn keine Besucher zugelassen sind, waren die laufenden Kosten auch innerhalb der Lockdowns oftmals immens. Viele Zoos sind daher stärker denn je auf Spenden angewiesen.

Um sicherzustellen, dass die Spenden auch wirklich nützlich sind und um diese besser an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, greifen Zoos in Japan offenbar zunehmend auf die Amazon-Wunschzettel-Funktion zurück. Dort können sie Produkte in einer öffentlichen Liste zusammenstellen, die Fans und Besucher dann bestellen und spenden können.

Tierische Amazon-Wunschliste: Ventilatoren für Meerschweinchen und Co.

Wie die JapanTimes berichtet, sei es durch diese Strategie möglich, den Tieren etwas Gutes zu tun: „Wir können den Tieren Dinge zur Verfügung stellen, die wir sonst vielleicht mit einem begrenzten Budget nicht kaufen würden“, wird Chikako Iwaoka, Direktorin des Kujukushima Zoo, im Süden von Japan zitiert. Die Einrichtung nutzt die Amazon-Wunschlisten nicht erst seit der Pandemie, sondern bereits seit 2019.

Neben Spielzeugen oder Produkte, die der Beschäftigung der Tiere dienen, können sich auch Produkte unter den Wunschlisten-Artikel finden, die der Gesundheit der tierischen Bewohner dienen: Der Zoo der japanischen Hauptstadt Kyoto, der die Amazon-Funktion ebenfalls für seine Spenden nutzt, berichtete unter anderem von Türmen für die Erdmännchen oder Ventilatoren für Meerschweinchen, die wohltätige Spender über Amazon gekauft hätten.

Amazon-Wunschliste soll auch gegen Verschwendung helfen

„Die Liste ist besonders hilfreich, weil die von den Zoos verwendeten Artikel strenge Anforderungen erfüllen müssen, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten“, heißt es weiter. Gespendete Produkte, die die hohen Anforderungen nicht erfüllen können, könnten die Zoos dann auch nicht verwenden. Die Wunschlisten-Strategie würde einer solchen Verschwendung entgegenwirken. 

Ein weiterer Punkt, den etwa Seitaro Wada, der stellvertretende Direktor des City Zoo in Kyoto, anspricht, ist die Möglichkeit für Einrichtungen, die Wunschliste ohne Verwaltungsaufwand zu nutzen.

Amazon-Wishlist auch in deutschen Tiereinrichtungen angekommen

Auch außerhalb Japans und Asiens scheint die Amazon-Wishlist-Strategie bei Zoos anzukommen. Denn auch in den USA (etwa die Tierschutzorganisation Born Free USA), in UK (Zoos in Newquay oder Bristol) oder in Deutschland (Zoo Duisburg, Tierpark Rheinboellen oder die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen) greifen Zoos mittlerweile bereits auf das Feature zurück.

/ Geschrieben von Tina Plewinski




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