Amazon und die Deutsche Post DHL wollen künftig einen neuen Retourenservice anbieten.

Amazon-Logo und DHL-Retourenlabel
Ralf Liebhold / Shutterstock.com

Ab dem 10. Oktober soll es möglich sein, Waren, die auf Amazon bestellt wurden und die man nicht behalten möchte, ganz einfach als Rücksendung bei der Post vor Ort abzugeben – ohne extra Versandkarton und ohne Paketschein. Der Service gilt aber nicht für alle Produkte.

So soll die Retoure via DHL funktionieren

Der Rückgabe-Prozess soll für die Kundschaft sehr simpel ablaufen, wie das Verbraucherportal Paketda zum neuen Service ausführt: Demnach kann die bei Amazon bestellte Ware einfach in einen DHL-Paketshop gebracht werden. Dort wird dann ein entsprechendes Versandlabel aufgebracht und die Ware geht zurück an Amazon.

Damit dieses Versandlabel überhaupt gedruckt werden kann, ist aber ein QR-Code notwendig. Wer also ein Produkt zurückgeben möchte, erhält den entsprechenden Code zuvor von Amazon und zeigt diesen dann in der DHL-Filiale vor.

Sieben Tage lang werden abgegebene Retouren in der jeweiligen Filiale gesammelt, bevor diese dann gemeinsam abgeholt und an Amazon überstellt werden. Dafür würden dann auch passende Retourenboxen zur Verfügung gestellt. 

 

Produktverpackung ist ausreichend

Wie es weiter heißt, ist es für den neuen Service mit dem Namen „Retoure Unverpackt“ nicht nötig, dass das zur Rücksendung bestimmte Produkt zuvor verpackt wird. Die Produktverpackung soll genügen, denn in dem DHL-Shop wird die Ware dann in eine passende Versandtasche aus Papier gesteckt. Die Filialleitung erhielt dazu eigens eine Information, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Ab Ende August sollen die passenden Versandtaschen rechtzeitig in die Poststandorte geliefert werden – dieser Prozess könne sich aber durchaus mehrere Wochen hinziehen.

Der Service gilt im Übrigen nicht für jedes Produkt: Für den Fall, dass die Ware zu sperrig oder zu schwer ist, um in eine Versandtasche zu passen, soll Amazon eine klassische Rücksendung mit zusätzlicher Umverpackung verlangen. Das gilt auch, wenn es sich um stoßempfindliche oder zerbrechliche Artikel handelt. 

In dem Informationsschreiben ist davon die Rede, dass die Angestellten durch Service und Beratung vor Ort zu einer hohen Kundenzufriedenheit beitragen würden, „die sich positiv auf die Filiale auswirkt“. Paketda zufolge sei noch ungewiss, ob bzw. wie der Mehraufwand für die Postfilialen vergütet werde, denn Zeit und Aufwand für eine Bedienung wird sich durch das Prozedere sicherlich erhöhen.

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/ Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#8 Christina 2022-11-08 12:53
Wir haben einen Paketshop und können diese Sendungen nicht annehmen. Wenn ein Kunde dann mit bereits verpackter Ware im Laden steht und das ganze schnell am Handy ändern möchte, dann gibt es die Möglichkeit eine verpackte Retour abzugeben nicht, es sei denn man druckt das Label zuhause aus. Das ist furchtbar. Ein unglaublicher zeitlicher Mehraufwand für uns, Frust für die Kunden und auch noch Umsatzeinbußen durch die abwandernde Kundschaft. Es muss dringend die Möglichkeit her, schnell über das Handy einen QR Code zur Annahme zu generieren, wenn man mit einer doch bereits verpackten Retour in einen Paketshop geht. Das wird im Weihnachtsgesch äft die absolute Katastrophe....
#7 Ursula 2022-11-07 06:33
Ich arbeite in einen Postshop. Seit kurzem kommen immer mehr Kunden mit normal verpackten Retouren und QR-Code. Diesen können wir aber nicht mehr einscannen und ausdrucken, den es handelt sich um diese sinnlosen "Unverpackt-Sen dungen". Was es damit auf sich hat, mussten wir selbst rausfinden, denn wir wurden nicht über das neue Produkt informiert und es ist auch nicht vorgesehen, dass wir diese Sendungen annehmen können. Annahme dieser Sendungen ist nur in einige ausgewählten Postfilialen möglich/vorgese hen. Dadurch haben wir extremen Mehraufwand, der nicht bezahlt wird, da wir nur für angenommene Sendungen von DHL bezahlt werden. Dafür haben wir aber unzufriedene Kunden. z.B. Kunde kommt - QR-Code wird gescannt - wir stellen fest, dass dieser bei uns nicht ausgedruckt werden kann und müssen nun dem Kunden erklären, dass er woanders hin muss und sich dort nochmal anstellen soll. Dabei wissen wir selbst nicht, wo er sein Paket los wird, weil wir nicht darüber informiert wurden. Frustration pur auf allen Seiten. Für uns ist das unbezahlter Mehraufwand, der mehr Zeit in Anspruch nimmt, als Sendungen, die wir normal annehmen können. Zusätzlich müssen wir noch mit den unzufrieden, frustrierten Kunden umgehen. ...
#6 Anita 2022-10-25 20:59
Ich arbeite in einer dieser Postpartnerfili alen und es ist der größte Mist der uns da zusätzlich aufgebrummt wird. Wissen diese Herrschaften wie groß oder welche Lagermöglichkei ten solche Filialen haben und das alles vor Weihnachten? Nein, denn sonst wäre solch dummer Gedanke nicht entstanden. Ab gesehen von dem Mehraufwand an Verpackung ,Zeit und Nerven bekommen wir als Feedback nur Kopf schütteln und Gelächter wegen Unverständnis zurück. Manche Kunden meinen auch, wenn sie auf das um packen hingewiesen wurden, Ihre alte Verpackung bei uns auch noch entsorgen können.
Diese Einführung dieses System ist gänzlich überflüssig und unsinnig, zumal es wieder auf dem Rücken anderer ausgetragen wird. Geschweige denn, dass es für die Verbraucher in irgendeiner Weise Ersparnisse noch Zufriedenheit bringt.
Schade dass die Zeit, in der solche sinnlose Ideen entstanden sind ,nichts brauchbares dabei raus gekommen ist.
#5 Peek 2022-10-14 10:22
Hurra, kann künftig dann immer nur zur Postfiliale und mich in die Schlange einreihen.
Dauert dann natürlich dort länger, Paketshops nehmen an diesem Schwachsinn nicht
teil.
Frage mich auch nach der Haftung, wenn Teile plötzlich fehlen. Die Postfiliale
erkennt ja nicht, aus wie vielen Teilen die Sendung bestehen soll.
#4 Tim 2022-10-10 09:54
Arbeite in einer Postpartnerfili ale und es ist der größte Schwachsinn überhaupt. Ab heute geht dieser Schwachsinn los und direkt der erste Kunde den ich hatte war eine dieser neuen Retouren....

Der Kunde hatte seine 2 Artikel in der Verpackung einzeln eingepackt wie er sie erhalten hatte bekam aber nur die Möglichkeit dieses neuen ach so tollen Service zu nutzen und hat deshalb nur einen QR-Code bekommen.... er durfte dann eben die 2 Artikel wieder auspacken damit sie zusammen in die vorgesehene Versandtüte passen...

Ergo nichts gespart an Verpackung im Gegenteil die alte Verpackung wird vom Kunden entsorgt damit er seine Artikel dann bei mir im Laden einpacken kann, dazu blockiert er mir dann meinen begrenzten platz bei der Post wodurch andere Kunden länger warten müssen.
Und auch er war darüber nicht zufrieden das er jetzt nicht einfach alles zuhause fertig machen kann abgibt und wieder weg ist sondern hier noch seine zeit vergeudet.

Von dem nicht vorhanden platz diese Retouren 7 Tage lang zu sammeln will ich gar nicht erst anfangen. Da waren wieder sehr schlaue Leute zugange die keinen plan mehr haben wie es um den Platz in den Partnerfilialen steht.

Und noch dazu ist es der Post egal man muss diesen Service anbieten oder die Post aus seinem Geschäft rausschmeißen.. . Wir schauen uns diese Entwicklung jetzt an und wenn es überhandnimmt Kündigen wir in allen 3 Geschäften die Verträge mit der Post.
#3 Hakan Daldal 2022-10-01 08:52
Ich sende das von mir bei amazon.de gekaufte Produkt an die auf dem Rücksendeetiket t angegebene Adresse zurück.
Amazon
Retouren
01332 Dresden, DE
DE
Gibt es eine solche Adresse?
#2 Dirk 2022-08-30 12:16
"In dem Informationssch reiben ist davon die Rede, dass die Angestellten durch Service und Beratung vor Ort zu einer hohen Kundenzufrieden heit beitragen würden, „die sich positiv auf die Filiale auswirkt“."

Da bin ich sicher. Die Beschäftigten in den Partnerfilialen (denn "echte" Postfilialen gibt es ja eigentlich nicht mehr) machen garantiert nichts lieber, als mit Amazon-Kunden über den Zustand ihrer Retouren (zerrisene, offene oder sperrige Kartons, lose Kleidung etc.) zu diskutieren. Und diese künftig in den grundsätzlich sehr geräumigen Paketshops, wo es immr genug Platz gibt, zu sammeln und eine Woche zu lagern.
Auch die Wartenden in den überall vorhandenen Schlangen vorm Schalter werden diesen zusätzlichen Service sicher begrüßen.

Wer denkt sich so was aus?
Amazon zeigt mal wieder, dass IHR "Kundenservice" immer auf dem Rücken anderer geleistet wird.
#1 käufer 2022-08-30 08:18
das muss doch die blanke Verzweiflung der Deutschen Post sein, anscheinend ist der Paketrückgang durch selbst ausgefahrene Pakete durch Amazon so massiv, dass man sich auf diesen Irrsinn einläßt.
Der Vorteil ist, die Waren werden dann bei der Deutschen Post gesammelt zum gemeinsamen Abtransport nach Polen zur Vernichtung.



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