Vor allem Berliner Unternehmen sind auf Amazon stark vertreten.

Mensch mit Paketen
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In seinem jährlich erscheinenden KMU Report stellt Amazon Statistiken zum Erfolg kleiner und mittelständischer Verkaufspartner auf dem Marktplatz vor. Und die Zahl dieser erreicht dabei in diesem Jahr ein neues Rekordhoch. Verkauften 2022 noch 45.000 KMU bei Amazon, sind es in diesem Jahr ganze 47.500 Unternehmen. Diese verkaufen dabei nicht nur in Deutschland, sondern nutzen die Möglichkeiten des Marktplatzes auch zunehmend, um international zu handeln. Dabei konnte auch das Exportvolumen der betreffenden Unternehmen um zehn Prozent, auf 4,75 Milliarden Euro anwachsen. 

Einfacher Einstieg ins Exportgeschäft

Gerade die internationale Skalierung kann für kleine Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Angefangen beim Erreichen von Kundschaft im Ausland bis hin zur kosteneffizienten Logistik. „Amazon bietet kleinen und mittleren Unternehmen Chancen für Wachstum und Internationalisierung, die zuvor nur Großunternehmen mit tiefen Taschen vorbehalten waren“, so kommentiert Markus Schöberl, Director Seller Services Deutschland bei Amazon die Mitteilung.

Und so haben im Kalenderjahr 2022 ganze 75 Prozent der insgesamt 47.500 bei Amazon handelnden KMU die Chancen genutzt, um ihre Waren in die ganze Welt zu verkaufen. Im Rahmen dieser Verkäufe konnte dabei ein Exportvolumen von 4,75 Milliarden Euro erzielt werden.

Doch auch unabhängig vom Warenziel wurden hohe Umsatzmarken erreicht: über 16.000, und damit rund 33 Prozent, der Kleinunternehmen erreichten einen Jahresumsatz von über 100.000 Euro. Für 600 Unternehmen (1,2 Prozent) wurde diese Grenze dabei zum ersten Mal geknackt. 

 

Berlin – Hauptstadt der deutschen Start-up-Szene

Im deutschen Vergleich ist Berlin mit 3.000 kleinen Verkaufspartnern auf jeden Fall die Stadt mit der höchsten Dichte an KMU. Allein in der Hauptstadt konnte 2022 Exporte im Wert von 500 Millionen Euro generiert werden. Schaut man auf ganz Deutschland, ist das Bundesland mit den meisten KMU dagegen Nordrhein-Westfalen. Hier angesiedelt finden sich 11.200 KMU, die insgesamt Waren im Wert von 1,4 Milliarden Euro ausführten.

Neben dem Exportgeschäft schaute der Report auch auf den Wachstumshebel Digitalisierung. Von 600 befragten KMU erkennen rund 80 Prozent zwar den Wert von Digitalisierung, ebenso haben aber 76 Prozent Schwierigkeiten dabei, sich vorzustellen, wie genau Digitalisierung sie weiter voranbringen kann. 

Zwei Tools, die Amazon hierfür an die Hand gibt, sind das Wissensportal Quickstart Online sowie die Verkäuferuniversität. Diese bieten Händler:innen, die mit dem E-Commerce erst am Start stehen, Weiterbildungsmaßnahmen und direkten Support um den Einstieg zu erleichtern. 

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Geschrieben von Ricarda Eichler

Kommentare

#3 None 2023-11-29 03:07
@KI. Ds frage ich mich auch. Von 100.000 Umsatz dürften villeicht 40.000 übrig bleiben. Zur Umsatzsteuer, auch auf die Versandkosten, kommt die Amazongebühr, auch auf die Versandkosten hinzu, die mindestens genauso hoch ist. Abzüglich hohe Versandkosten, abzüglich Zollimporte und bürokratische Kosten wie Markenanmeldung en, anwaltliche Vorrecherche, Register und Lizensgebühren, usw .
Dazu die ganzen Rücksendungen gebrauchter, unverkäuflicher Ware und A-Z Geschenke seitens Amazon an die Kunden.

Ich könnte mir lediglich vorstellen, dass dieses Jahr viele stationäre Einzelhändler hinzu kamen, die ihr Lager noch so gut es geht verramschen, bevor sie Insolvenz anmelden müssen.

Die Frage, wie diese es geschafft haben, die ganzen Amazonhürden zu bewältigen oder zu umgehen, bleibt leider offen.
#2 K.I. 2023-11-27 11:39
Wir schließen uns B.E. an.
Ist zudem die Frage was von 100.000 Euro Umsatz für den Händler bleibt bei den Horror Gebühren die Amazon berechnet. Damit ist auch noch keine Steuer entrichtet usw....
Habe das Gefühl das hier wieder einmal Augenwischerei betrieben wird.
Wie geht es denn den 31500 Unternehmen die nicht 100.000 Euro Umsatz erreicht haben?
Egal die volle Wahrheit wird hier niemand erfahren....... ..
#1 B.E. 2023-11-27 09:05
Kann ich mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen. Die Bürokratie, Produktsperrung en und kostenpflichtig en Registeraufwänd e hat so exhorbiant überhand genommen, wo sollen diese Händler herkommen.

Dann kann es der Wirtschaft, gerade im Handel ja angeblich nicht schlecht gehen und die Wirtschaft wird auch enorm gewachsen sein dieses Jahr



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